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JRK-Fotoausstellung zu "Armut - schau nicht weg"

Veröffentlicht am 17.01.2005

JRK-Fotoausstellung "Ich sehe was, was du nicht siehst"

"Schaut, wie viele Gäste zu meiner Ausstellung gekommen sind!", strahlte stolz Sebastian, ein ehemaliges Straßenkind, das in einem Projekt für betreutes Wohnen eine neues Zuhause gefunden hat. Über 400 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Verbänden waren der Einladung des Jugendrotkreuzes, des Museums für Kommunikation und des Lette Verein Berlin an diesem Abend gefolgt und erlebten eine beeindruckende Ausstellung.

12 Fotoreportagen und freie Arbeiten beleuchten die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen, die von Armut betroffen sind. "Mir gefällt die Reportage über mein Leben besonders gut", schmunzelte Sebastian, "aber auch der Abend ist euch gelungen."

So sorgte die Band Jazzkantine für die musikalische Umrahmung und DRK-Botschafter Uwe Hübner führte durch die Veranstaltung. Angeregt unterhielten sich die Besucher mit den jungen Fotografinnen und Fotografen vom Lette Verein Berlin. Prof. Dr. Kallinich, Direktor des Museum für Kommunikation, betonte: "Wir müssen Anstöße zur Kommunikation geben, auch bei vermeintlich anstößigen Themen."

Die Situation von sozial benachteiligten Kindern ist alarmierend: Mehr als eine Million Kinder leben in Deutschland auf Sozialhilfeniveau - Tendenz steigend. Jedes siebte Kind ist arm, lebt in einer Familie, die weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat. Mit der Fotoausstellung macht das Deutsche Jugendrotkreuz (JRK) im Rahmen der bundesweiten Kampagne "ARMUT: SCHAU NICHT WEG!" auf die versteckte und schleichende Armut in Deutschland aufmerksam.

Die Ausstellung ist bis zum 6.2.2005 im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und kann anschließend von den Landes- und Kreisverbänden des Roten Kreuzes ausgeliehen werden.

Ausstellungsort:
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte

Ausstellungsdauer: 14. Januar bis 6. Februar 2005

Öffnungszeiten: Di. - Fr. 9.00-17.00 Uhr, Sa. u. So. 11.00-19.00 Uhr.

Mehr Infos: www.schaunichtweg.de

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