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Unterschicht in Deutschland?!

Veröffentlicht am 23.10.2006

Große Teile der Bevölkerung werden von der Gesellschaft ausgeschlossen!

Zur Zeit findet eine seltsam anmutende Diskussion unter Politiker/-innen über Armut in Deutschland statt.

Der Hintergrund: Das Friedrich-Ebert-Institut hat eine Studie veröffentlicht, in der die Menschen in Deutschland in verschiedene Typen eingeteilt wurden. Das Institut hat dazu 3.000 Menschen über 18 Jahren befragt.

Dabei kam heraus, dass 8 Prozent der Gesellschaft zum "abgehängten Prekariat" gehören: das bedeutet, dass sie sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, arm und sehr unzufrieden sind. Sie haben häufig Schulden und wenig Rückhalt in der Familie.

JRKler/-innen wissen: dass es in Deutschland Armut gibt und dass sie zunimmt, ist keine Neuigkeit. Seltsam ist aber, wie heftig auf einmal über Ursachen und Folgen gestritten wird. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Studie zeigt, wie resigniert und mutlos diese Menschen sind.

Kinder- und Jugendarmut war nicht Thema der Studie des Friedrich-Ebert-Instituts. Trotzdem wird zur Zeit auch darüber wieder viel darüber diskutiert und gesprochen. Das JRK hat eigene Forderungen aufgestellt, die auch von vielen Expert/-innen immer wieder genannt werden: zum Beispiel mehr Verantwortung für Kinder und Jugendliche, bessere Bildung und Gesundheitsvorsorge. Die Frage an die Politiker/-innen ist, wann und wie sie in die Tat umgesetzt werden.

Links:
Friedricht-Ebert-Stiftung
TAZ-Bericht
Spiegel-Bericht
Schaunichtweg.de

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