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Verdeckte Kinderarmut

Veröffentlicht am 23.10.2006

Fast eine Milllion Kinder hätten zusätzlich Anspruch auf unterstützende Leistungen

Fast zwei Millionen Menschen hätten eigentlich Anspruch auf staatliche Hilfen, nehmen sie aber nicht in Anspruch. Davon sind fast eine Million Kinder unter 15 Jahren betroffen.

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung fand heraus, dass es viele Geringverdiener gibt, die ihren niedrigen Lohn eigentlich mit staatlichen Hartz IV-Leistungen aufstocken könnten. Aber obwohl sie unter der Armutsgrenze leben, beantragen sie die Leistungen nicht. Mit ihnen leben 0,9 Millionen Kinder.

Unter diesen Geringverdienern sind viele gering Qualifizierte, Teilzeitbeschäftigte und Familien mit drei oder mehr Kindern.

Mit der Studie wird nicht beantwortet, warum die Menschen die Unterstützung nicht beantragen: denn die Zahlen beruhen auf Schätzungen, nicht auf Befragungen.

Neben der erschreckend hohen Anzahl an Kindern, die davon betroffen sind, zeigt die Studie auch: die meisten Menschen sind nicht zu faul zum Arbeiten. 900.000 Geringverdiener beantragen aufstockende Leistungen und 1,9 Millionen Erwerbstätige leben trotz ihres Einkommen unter der Armutsgrenze. Diesen Menschen ist es wichtig zu arbeiten, trotz ihres geringen Einkommens. Sie widersprechen der Theorie, dass Hartz-IV Leistungen zum Nix-tun verführen.

Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung
Schaunichtweg.de

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