Materialien

Ihr möchtet euch darüber hinaus noch informieren? Dann schaut mal hier vorbei. Hier findet ihr Literatur-, Film-, und Bücherempfehlungen.

Broschüre

Genitalbeschneidung (FGM) | Lore Agnes Haus (lore-agnes-haus.de)

Autobiografien/Romane

Dirie, Waris
Wüstenblume. Ullstein TB 2003. (ISBN 3548365914)

Dirie, Waris
Brief an meine Mutter. Berlin 2007. (ISBN 3550078767)

Hirsi Ali, Ayaan
Mein Leben, meine Freiheit. München 2006. (ISBN 3492250866)

Kassindja, Fauziya
Niemand sieht dich, wenn du weinst. Blessing 1998. (ISBN 3896670808)

Khady/Cuny, Marie-Thérèse
Die Tränen der Töchter. Eine afrikanische Frau bricht ihr Schweigen. Augsburg 2006. (ISBN 3898973689)

Korn, Fadumo
Geboren im großen Regen. Mein Leben zwischen Afrika und Deutschland. Reinbek 2004. (ISBN 3499237989)

Wacker, Jürgen
Isaaks Schwestern. Berlin/Bonn 2011 (ISBN 9783939721352)

Walker, Alice    
Sie hüten das Geheimnis des Glücks. Rowohlt 1995. (ISBN: 3499136600)

Sachbücher

Asefaw, Fana
Weibliche Genitalbeschneidung: Hintergründe, gesundheitliche Folgen und nachhaltige Prävention. Helmer 2008 (ISBN 3897412683)

Dirie, Waris
Schmerzenskinder. Berlin 2005.  (ISBN 3-5457-71067-7)

Dirie, Waris
Schwarze Frau, weißes Land. München 2010 (ISBN 978-3-426-27535-1)

Dirie, Waris     
Safa. Die Rettung der kleinen Wüstenblume. Knaur HC 2014 (ISBN 3426655349)

Feuerbach, Melanie
Alternative Übergangsrituale. Untersuchung zu Praktiken der weiblichen Genitalverstümmelung im subsaharischen Afrika und deren Transformation im Entwicklungsprozess. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011 ( ISBN 9783531180618)

Graf, Janna    
Weibliche Genitalverstümmelung aus Sicht der Medizinethik. Hintergründe - ärztliche Erfahrungen - Praxis in Deutschland. V & R Unipress 2013 (ISBN 9783847000539)

Helmer, Ulrike
Muschiland. Exkursion in eine kulturelle Intimzone. Helmer 2012. (ISBN 3897412713)

Hermann, Conny (Hrsg)    
Das Recht auf Weiblichkeit. Hoffnung im Kampf gegen die Genitalverstümmelung. Bonn 2000. (ISBN 3801202852)

Hulverscheidt, Marion
Weibliche Genitalverstümmelung. Diskussion und Praxis in der Medizin des 19. Jhts. im deutschsprachigen Raum. Frankfurt/M. 2002. (ISBN 3935964005)
Erhältlich über den TDF-Online-Shop

Korn, Fadumo
Schwester Löwenherz. Eine mutige Afrikanerin kämpft für Menschenrechte. München. 2009. (ISBN-10: 346630850X)

Kuring, Diana
Weibliche Genitalverstümmelung in Eritrea. Regionale Erklärungen, nationale Ansätze und internationale Standards. 2008. (ISBN 3836484617)

Lightfoot-Klein, Hanny    
Der Beschneidungsskandal. Berlin 2003. (ISBN 3936937028) (Übers. Sabine Müller)

Mende, Janne   
Begründungsmuster weiblicher Genitalverstümmelung. Transkript 2011 (ISBN 978383769119)

Rust, Rebekka
Beschneidung im Geheimbund. Weibliche Genitalbeschneidung in Sierra Leone aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Marburg, 2007. (ISBN 3828894534)

Sanyal, Mithu
Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts. Wagenbach 2009. (ISBN: 3803136296)

TERRE DES FEMMES e.V. (Hrsg)
Schnitt in die Seele. Weibliche Genitalverstümmelung. Eine fundamentale Menschenrechtsverletzung. Frankfurt/a.M, 2007.
2. Auflage Dezember 2014. Demnächst erhältlich über den TDF-Online-Shop

TERRE DES FEMMES e.V. / Kunze, Katharina
Change. Weiblicher Genitalverstümmelung begegnen. Ein Leitfaden für Fachkräfte in sozialen, pädagogischen und medizinischen Berufen. Berlin 2014.
Erhältlich über den TDF-Online-Shop

von Welser, Maria  
Wo Frauen nichts wert sind. Vom weltweiten Terror gegen Mädchen und Frauen. Ludwig 2014 (ISBN 9783453280601)

Filme

„Wüstenblume“
Spielfilm, Großbritannien/Deutschland/Österreich 2009, 120 Min.

"Bolokoli - Mädchenbeschneidung in Mali"
Rita Erben, BMZ, VHS, Doku, Mali 2000, 30'

"Moolaadé - Bann der Hoffnung"
Ousmane Sembène, DVD, Spielfilm, Senegal, Frankreich, Burkina Faso u.a. 2004, 120'
Bambara mit deutschen oder französischen Untertiteln

"Narben, die keiner sieht - Beschnittene Frauen in Deutschland"
Sigrid Dethloff, Renate Bernhard, VHS, Doku, Deutschland 2001, 29'

"Warrior Marks"
Prathiba Parmar, Alice Walker, VHS, Großbritannien 1993, 51'

Hibos Lied
Ein Film von Sigrid Dethloff und Renate Bernhard
Ein Film über Macht und Tradition und die seelischen und körperlichen Nöte, mit denen viele Frauen nach der Genitalverstümmelung leben müssen. Ein sudanesisches Ehepaar und eine Mutter, die ihrer Tochter das Leiden ersparen will sowie eine Frauenärztin vom Familienplanungszentrum BALANCE sind die Hauptpersonen des Filmes. Neben den Bildern nigerianischer Künstlerinnen und Künstler, die gegen die Praxis anmalen, erklingt immer wieder die Stimme der somalischen Sängerin Hibo, die nicht mehr für ihre Tochter tun konnte, als ein Lied für sie zu schreiben - für sie und die 150 Millionen Opfer der weiblichen Genitalverstümmelung weltweit.
DVD, 55 Minuten, CouRage GbR (CouRage@gmx.net), 2007

Handlungsleitfaden

Und jetzt...wie kann ich Betroffene von weiblicher Genitalbeschneidung untersützen?
Die Beratungsstelle Stop Mutilation e.V. hat verschiedene Handlungsleitfäden z.B. für pädagogische und medizinische Fachkräfte aber auch für Ehrenamtliche, Pflegekräfte, Polizist*innen und Behörden etc. zusammengestellt. 

Hier und hier bekommt ihr auch den passenden Handlungsleitfaden für euch und eure Arbeit.

 

 

Statement Landesleitung

Liebe Jugendrotkreuzler*innen,

Liebe Freund*innen des Jugendrotkreuzes, der Rotkreuz- und Rothalbmondfamilie,

eine ganze Woche lang haben wir uns zu dem Thema der weiblichen Genitalbeschneidung beschäftigt und viel dazu gelernt.

Wir haben uns mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen auseinandergesetzt.

Wir haben Betroffenen zugehört und Fragen gestellt.

Wir haben uns mit unbequemen Themen beschäftigt und sind über unsere eigenen Grenzen hinausgewachsen.

Die letzten Tage waren intensiv, sehr emotional und vor allem voller neuen Erkenntnissen. Wir haben das Thema eine Woche lang in die Mitte unserer alltäglichen Arbeit gerückt und es präsent gemacht . Weibliche Genitalbeschneidung wird hauptsächlich in afrikanischen und asiatischen Staaten und im Nahen Osten praktiziert. Doch die Welt ist in Bewegung, sodass weibliche Genitalbeschneidung vermehrt auch in Europa vorkommt. Schätzungen von Terre des Femmes zufolge sind allein in Deutschland mehr als 70.000 Frauen betroffen und bis zu 20.000 Mädchen gefährdet. Sich gegen weibliche Genitalbeschneidung zu positionieren ist daher auch für uns wichtiger denn je.

Wir als Jugendrotkreuzler*innen in Nordrhein positionieren uns klar gegen jede Form von weiblicher Genitalbeschneidung!

Für uns ist die weibliche Genitalbeschneidung eine erhebliche Menschenrechtsverletzung und ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit aller Betroffenen – das darf kein Tabu-Thema mehr sein.

Durch unsere Themenwoche brechen wir das Schweigen dieses gewaltsamen Rituals. Worte alleine reichen nicht! Wir als Jugendrotkreuz Nordrhein haben uns dem Grundsatz der Menschlichkeit verpflichtet und sehen uns in der Verantwortung immer ein offenes Ohr für Betroffene zu haben. Durch unser aufgebautes Netzwerk in ganz Nordrhein-Westfalen muss keiner allein gelassen werden. Das JRK ist für euch da. Lasst uns als JRK das erlernte Wissen in die Welt weitertragen und uns zusammen mit unseren Grundsätzen gegen weibliche Genitalbeschneidung einsetzen.


Eure JRK Landesleitung