Bericht: Youthwork Fachtagung 2025
Die jährliche Youthwork Fachtagung fand in diesem Jahr in Haltern am See, im Könzgen Haus, statt. Pia – Youthworkerin des JRK Nordrhein – hat an dieser spannenden Fachtagung teilgenommen. Was sie dort lernen durfte könnt Ihr hier lesen.
Der erste Tag begann mit einem großen Willkommen in der Aula des Bildungshauses. Knapp 80 Youthworker*innen aus ganz NRW sind hier zusammengetroffen, um sich über ihre wichtige Arbeit auszutauschen. Natürlich kannten sich einige der Anwesenden bereits aus AGs oder Aktionen des Netzwerks, viele trafen sich hier aber auch zum ersten Mal. Die Veranstaltenden ließen sich also nicht lumpen und sorgten mit einem Kennenlern „Alle, die…“ und einem Kennenlern-Bingo für die nötigen Eisbrecher, um die vielen neuen Gesichter miteinander bekannt zu machen.
Anschließend wurde das Netzwerk zum renovierten Diggiraum (Diggiraum 2.0) informiert. Ihr kennt den Diggiraum noch nicht? Dann schaut doch gerne direkt mal vorbei!
Danach ging es gleich über, in die erste Workshop Phase, in der man aus 4 spannenden und aktuellen Themen der sexuellen Bildungsarbeit wählen konnte.
Pia nahm teil am Workshop „Slut-Shaming und sexuelle Bildung“. Hier referierte die Expertin Ines Nadrowski von der Aidshilfe Köln.
Mädchen und Frauen sollen sich sexuell zurückhalten – so der Glaubenssatz, dem man auch in den Workshops häufig begegnet. Bei „Slut-Shaming“ handelt es sich um eine gegenderte Form von Gewalt, die sich gegen diejenigen richtet, die dieser Anforderung (angeblich) nicht nachkommen. Was weiß die Wissenschaft über Slut-Shaming? Welche Erfahrungen machen wir und die Teilnehmenden in unseren Workshops damit?
In diesem Workshop wurde gemeinsam überlegt, wie ein konstruktiver Umgang mit dem Thema in der Youthwork Arbeit aussehen kann.
An Tag 2 ging es direkt spannend mit der zweiten Workshop Phase weiter. Den gesamten heutigen Tag und den morgigen Vormittag sollte Pia sich mit dem Thema
„Alles fake, alles hate? – praktische Ansätze in der Arbeit zu und mit Medien“ befassen.
Medien üben eine starke Faszination aus, besonders auf Kinder und Jugendliche. Zugleich werden diese hier mit einer Reihe von problematischen Aspekten konfrontiert, die im digitalen Zeitalter auch Eingang in die sexuelle Sozialisation junger Menschen findet.
In diesem Workshop wurde gemeinsam geschaut, welche Apps und Angebote derzeit bei Jugendlichen beliebt sind, Methoden wurden vorgestellt und ausprobiert und auch die eigene (medien-)pädagogische Haltung wurde hinterfragt. Wie kompetent und selbstbestimmt bewegen wir selbst uns in der heutigen Medienwelt?
Zum Abschluss wurde gemeinsam überlegt, welche Erkenntnisse des Workshops wir für die sexualpädagogische Arbeit mit Jugendlichen fruchtbar machen können.
Referiert wurde dieser Workshop von Tobias Schmölders, der seit 20 Jahren als freier Medienpädagoge arbeitet. Unter anderem kennt man ihn auch als Autor von klicksafe.de eine Medienpädagogische Website, die für alle mal einen Besuch wert ist!
Nachdem auch die zweite Workshophase am 3. Tag beendet wurde, konnte die Youthworkerin mi8t vollem Kopf, wegen der vielen Infos, und vollem Herzen, wegen der vielen netten Bekanntschaften, wieder die Reise in heimische Gefilde antreten und im Kollegium von ihren vielen neuen Erkenntnissen berichten!