Fortbildung "Prävention von sexualisierter Gewalt"

Eine Fortbildung zur Prävention von sexualisierter Gewalt in digitalem Format? Lest selbst, wie das am Wochenende lief. :)

Das Seminar „Prävention von sexuelle Gewalt“ fand vom 28. bis 29.05.2021 in digitaler Form statt. Vor den Monitoren machten wir es uns soweit es ging gemütlich. Entweder mit einer Tasse Tee in der Hand, Kuschelsocken an den Füßen oder in eine Wolldecke geschlungen, je nachdem was für einen selber gemütlich war. Dies war voll allem wichtig, weil wir uns hier mit einem Thema befassten, was sowohl sehr wichtig und interessant ist, aber auch Emotionen auslösen kann, die eher Unwohlsein oder auch Betroffenheit hervorrufen können. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem anschließend WUP ging es auch schon zum Inhaltlichen über.

Zuerst einmal befassten wir uns mit der Definition von sexualisierter Gewalt bzw. „Was ist sexualisierte Gewalt?“ und dementsprechend auch, wie wir hier Prävention betreiben können und intervenieren sollten, wenn wir mit diesem Thema in Berührung kommen. Anschließend diskutierten wir in Kleingruppen Beispiele und versuchten einzuschätzen, ob hier schon der Fall der sexualisierten Gewalt bestand. Darauf folgte Input zu den Punkten, wie zum Beispiel wie die rechtliche Lage (Strafgesetzbuch) aussieht, welche Formen von sexualisierte Gewalt es gibt oder wo solche Übergriffe stattfinden und natürlich wer potenzielle Täter*innen sein können und wie Täter*innen vorgehen.

Zum Abschluss des ersten Tages begaben wir uns auf eine sogenannte „Traumreise“, um so noch den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Der nächste Morgen begann mit dem Sachverhalt der sexualisierten Gewalt in den Sozialen Medien. Vor allem in der heutigen Zeit ist Aufklärungsarbeit bezüglich der Sozialen Medien sehr wichtig, um so Kindern und Jugendlichen ihr Handeln und die daraus folgenden Konsequenzen im Internet bewusst zu machen. Ein Instrument hierfür ist z.B. die „Methodentasche zur Prävention sexualisierter Gewalt“, die sich mit dem Themenschwerpunkten „Meine Gefühle“, „Mein Körper“, „Meine Werte“, „Meine Grenzen“ und „Ich brauche dich“ befasst. Zu jedem dieser fünf Rubriken gibt es verschiedene Übungen, die das Ziel haben, die Entwicklung, Festigung und die eigenen Ressourcen von Kindern und Jugendlichen zu stärken und so zur Verminderung von sexuellen Übergriffen beitragen soll. Um sich mit den fünf Schwerpunkten der Methodentasche zu befassen, wurden wir in fünf Kleingruppen eingeteilt, die die Aufgaben hatten, sowohl eine Übung rauszusuchen, die ihnen gut gefällt und eine, die sie kritisch sehen. Im Anschluss wurden diese der Gruppe präsentiert und das Positivbeispiel wurde in der Großgruppe angeleitet und durchgeführt.

Abschließend folgte dann noch ein kleiner Theoriepart, der sich darauf bezog, wie wir mit Vermutungen von Fällen sexualisierter Gewalt umgehen können und welche möglichen Symptome bei Betroffenen darauf hinweisen, dass ein solcher Fall gegebenfalls vorliegen könnte.

Jede*r von den Teilnehmern*innen ist wohl erstmal mit der Einstellung in das Seminar „Oh nein nicht schon wieder eine Online-Fortbildung“ gegangen, aber am Ende waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass das Seminar super war und vor allem der lange Samstag ruckzuck umgegangen ist. Danke an die Teamer*innen Katha und Lucas. Vor allem die Einteilung von theoretischen und praktischen Teilen habt ihr perfekt kombiniert.