Auf der Suche nach 003: Das Spieleseminar 2011

Und schon ist das herbeigesehnte Spielwochenende wieder vorbei und alle sind zu Hause. Doch schauen wir einmal zurück, was wir alles erlebt haben, zu viele Eindrücke aus solchen Wochenenden gehen sonst einfach verloren.


Der Freitagabend begann wie jedes Seminar im HdJ. Man reiste an, versuchte die besten Zimmer zu ergattern, genoss die Gourmetküche des Hauses und machte erste Bekanntschaften mit neuen Gesichtern.

Zu Beginn der ersten Einheit stellten wir erst mal die Fronten klar. Also es wurde eine Art Erwartungshorizont erstellt. Gibt es Befürchtungen? Was wünschen sich die Teilnehmer? So fällt es leichter das eine zu vermeiden und das andere zu erfüllen.
Nach einem kurzen Überblick über das Programm erklärte Anne der Gruppe, dass ein Vampir unterwegs sei, der jeden, der an diesem Wochenende alleine unterwegs ist, beißt. Dieses sogenannte Langzeitspiel war erst der Start vieler weiterer Spiele an diesem Wochenende.

Um uns erst einmal kennenzulernen, wurde mit Kennenlernspielen begonnen. Nach einer kurzen Einheit zum Thema Spieladressaten ging es ins Finale des Abends: Den Eifelvision-Spiel-Contest. 
In fünf Gruppen aufgeteilt mussten u.a. Frösche durch den Wald gespuckt werden (keine Angst wir haben sie alle wieder in den Teich gesetzt) und ein Naturmemory  gesammelt werden. Nach der Siegerehrung belagerte eine Teilgruppe noch die Liegehalle, um Werwölfe zu spielen, während andere es sich bereits in der Eifelbar gemütlich machten, um sich dort an den Blackstories zu versuchen.

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem kleinen WUP und im Anschluss mit einem Völkerballspiel der Extra-Klasse. Ohne erkennbares Spielfeld, ohne Regeln, mit falschem Ball und brüllenden Schiedsrichtern am Rand, versuchten die Mannschaften das Beste daraus zu machen. Wach waren nach diesem Spiel auch die Letzten. Wie sich jeder denken kann, ging es um das richtige Anleiten von Spielen und die Rolle des Spielleiters. Bei der Reflektion im Anschluss bemerkte eine Teilnehmerin: „Wir kannten die Spielregeln, nur ihr (Teamer) nicht.“ ;) Deutlich wurde auf  jeden Fall, dass es ein gewisses Maß an Vorbereitung braucht, um ein guter Spielleiter zu sein.

Auf den Theorieteil folgten mehrere Kreisspiele, Bewegungsspiele, Knobelspiele und Kooperationsspiele. Bei einem der Bewegungsspiele ging es darum, dass Dr. No den Agent 007 fangen musste. Vertretungsweise kam zwischendurch der Agent 003 an die Reihe. Der war allerdings so Undercover das auch seine Kollegen ihn nicht finden konnten.

Beim gemütlichen Grillen am Abend konnten sich alle etwas erholen, bevor wir mit neuer Energie in ein abschließendes Mattenball-Turnier starteten.

Beim Public Viewing verfolgten wir den Eurovision Songcontest. Bei gemütlicher Atmosphäre wurden alle Kandidaten einer kritischen Begutachtung unterzogen. Bevor die offiziellen Punkte vergeben wurden, vergaben wir selber Punkte. Auch wenn es Lena nicht gereicht hat für den ersten Platz, so haben wir ihr doch alle (also fast alle) ganz feste die Daumen gedrückt. 

Nach einem sensationellen Frühstück mit Minibrötchen und Croissants ging es hoch motiviert zu einem ganz neuen Themenbereich: dem Geocaching. Am Freitag sah es noch so aus als würde dieser Punkt ins Wasser fallen, doch Christian kam als rettender Satellit und gab uns die Chance, den Bereich sowohl kennenzulernen als auch zu erproben. Denn nach einem kurzen theoretischen Einblick ging es hinunter nach Bad Münstereifel, um das eben gehörte in der Praxis zu testen. Die Gruppe der Neueinsteiger schaffte es in den zwei Stunden drei Caches zu heben, während die Gruppe mit den Wiederholungstätern nur zwei schaffte.  

Nach dem Mittagessen fand dann noch eine letzte Spiele-Runde statt, in der die TN Spiele in Gruppen erarbeiteten und nun vorstellten. 

Und dann war das durch „Wünsch dir was“ entstandene Seminar auch schon fast vorbei. Bei einer abschließenden Überprüfung des Erwartungshorizontes stellte sich heraus, dass alle Erwartungen übertroffen wurden. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass diese Art von Seminaren für die tägliche Arbeit in den Gruppenstunden enorm wichtig sind, um neuen Input zu bekommen und nicht immer dieselben Kartoffeln auszubuddeln. Wir hoffen, dass es bald wieder ein Spieleseminar geben wird, um das Spiele-Repertoir aufzufüllen und das eigene Auftreten als Spielleiter zu verbessern und zu festigen. Wir danken dem Team für ein wunderbares Wochenende mit jeder Menge Spaß, vielen Lachern und ganz wichtig... vielen vielen neuen Spielen. 
Danke!
Mareike Petrak

Bilder vom Seminar gibt es wie immer im Fotoalbum