Fiaccolata 2010

Wir waren da! Düsseldorf - Solferino - Genf: 27 Nordrheiner auf den Spuren Henry Dunants...

Am 23.6. war es wieder soweit. Die alljährliche Fahrt nach Solferino beginnt. Zur Einstimmung auf die bevorstehende internationale Erfahrung sahen sich die 27 Nordrheiner das letzte und entscheidenden Vorrundenspiel unsere Nationalmannschaft an und startete danach hoch motiviert in Richtung Solferino.
Der Busfahrer wurde dann in Karlsruhe durch unseren beliebten und allseits bekannten Dieter ersetzt, der auch in Italien und der Schweiz nicht von unserer Seite gewichen ist.

Nach einer langen und kräfteraubenden Fahrt durch die Nacht und halb Europa, gelangten alle Nordrheiner wohlbehalten nach Solferino. Das Camp, das sich in diesem Jahr wieder in Solferino befand, war hauptsächlich von anderen deutschen Landesverbänden und italienischen Gruppen bevölkert. Zu diesen gesellten sich noch eine Hand voll Spanier und zwei (!) Portugiesen.

Am selben Tag noch machte wir uns auf, das Rotkreuzdenkmal und den Turm in Solferino zu erkunden.

Am Freitag ging die Tour nach Castiglione um das Rotkreuzmuseum und den Dom zu besuchen. Das Rotkreuzmuseum wartete mit einer neuen beeindruckenden Ausstellung zur aktuellen Arbeit des Roten Kreuzes auf internationalem Feld auf.

Am Nachmittag führte der Weg zum Gardasee, um die Seele ein wenig baumeln zu lassen und mit einem Sprung ins kühle Nass die Hitze abzuspülen.

Der Samstag startete mit einem Besuch des Turms von San Martino, hier durften die Nordrheiner Gast einer Parade zum Gedenken der italienischen Unabhängigkeitskriege sein.

Am Abend war es dann wieder so weit: An der Festung in Solferino startete der etwa 12 km lange Fackelzug quer durch die Felder, Wälder und über die Hügel bis nach Castiglione. In Castiglione wurde der Fackelzug, der sich über mehr als einen Kilometer erstreckte, von begeisterten Menschen empfangen und zum Dom geleitet, wo der Zug mit einer imposanten Zeremonie endete, bei der die Rotkreuzflagge gehisst und die Grundsätze präsentiert wurden.

Am Sonntag ging die Reise nach einem guten Frühstück, in diesem Jahr gab es nach eigenen Worten ein amerikanisches Frühstück mit Speck, Rührei und Tomaten, zum Gardasee. Dort bejubelte die Gruppe das phänomenale Deutschlandspiel bei Pizza und Lasagne. Trotz der gänzlich gegen Deutschland eingestellten italienischer Zaungäste war die Stimmung ausgesprochen gut.

Nach dem spannenden Spiel fuhr Dieter die Nordrheiner nach Genf, um dort den zweiten Teil der diesjährigen Rotkreuz-Bildungsfahrt zu verbringen. Um 2:30 in der Nacht checkten alle im Youthhostel ein.

Am Morgen ging es nach einem weniger üppigen Frühstück zum internationalen Rotkreuz-Museum unterhalb des IKRK. Durch eine sehr gute Mitarbeiterin geführt, durchlebte die Gruppe Ängste einer Gefangengruppe, wurde durch die Geschichte des Helfens geführt und erhielt einen Einblick in die Arbeit des Suchdienstes.

Am Nachmittag lud Genf zum Shoppen und bummeln ein. Gegen Abend stieß Wim zur Gruppe, der in Nordrhein bekannter und geschätzter Kollege aus der Schweiz, um den wissbegierigen Nordrheinern Genf von seiner kulturellen Seite zu zeigen. Der Weg führt vorbei an dem Haus, in dem Henry sein berühmtes Buch schrieb, am Rathaus, in dem die Genfer Abkommen unterzeichnet wurden und endete schließlich im Studentenviertel, wo der Abend bei einem kühlen Getränk ausklang.

Am Dienstag führte der Weg zu UNO, wo eine Führung in die Geheimnisse des Völkerbundes, der UN und den anderen Organisationen einführte. Der finale Besuch des Plenarsaales der UN-Vollversammlung schloss den gelungen Besuch ab.

Am Nachmittag ging es in die Altstadt zum Souvenirs besorgen, denn schweizer Schokolade und Taschenmesser sind schließlich weltberühmt. Am Mittwoch ging es dann nach einem stärkenden Frühstück zurück nach Düsseldorf.

Michael Thoer