Gemeinsam stark sein!

Die Fortbildung zur Prävention sexueller Gewalt vom 18.-20.10.2013 war ein voller Erfolg. 24 Teilnehmer und ein Bär wissen nun viel mehr…


Was für ein Wochenende liegt hinter uns! Letzten Freitag machten sich 21 Teilnehmer auf den Weg in die Eifel, um sich in Sachen Präventionsarbeit schlau zu machen.

Schon beim Ankommen gab es ein großes Hallo und viel Wiedersehensfreude. Besonders erfreulich war, dass zu dieser Fortbildung ein wahrhaft vielfältiger Mix zusammengekommen ist. Gruppenleiter aus den letzten 7 Ausbildungsjahren trafen auf Teamer, Kreisleiter, Quali-Quer-Teilnehmer und Ferienbetreuer und schlossen sich direkt ins Herz. Das war auch gut so, denn wie es das Thema nun mal mit sich bringt, gingen viele Inhalte ebenfalls mitten ins Herz. Der Freitag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und des Basiswissens zum Thema. Erste vorsichtige Einschätzungen von Situationen anhand von Fallbeispielen waren genauso gefragt wie die Erarbeitung einer Definition. Das Feierabendbierchen hatten wir uns danach redlich verdient.

Samstag ging es turbulent zu, vormittags ging es um die eigene Erziehungshaltung, um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und um strukturelle Präventionsmerkmale in der Jugendverbandsarbeit.

Nachmittags hieß es dann endlich: Auf in die Arbeit mit der Methodenbox „Gemeinsam stark sein!“. Spiele und Übungen wurden vorbereitet und dann nach dem Abendessen in der Turnhalle ausprobiert. Zum Glück war es sehr abwechslungsreich, „schwache Mäuse“ trafen auf „Regengüsse“, „Situationsbilder“ („wütend“???, „sauer“???, „verlegen“??? „Ach, verliebt“!!!) wurden gestellt und „Fledermäuse“ flogen durch die Turnhalle.

Eine sehr liebe Überraschung sollte es auch noch für die Teamer Marco, Jan und Steffi geben: Fast unaushaltbar spannend wurden wir (mit geschlossenen Augen – schummeln war leider nicht möglich!) wir in den Seminarraum geführt, um dort nicht nur ein Überraschungsei („Yeah, Schoki!!!“) sondern auch eine Songpremiere zu erleben.

Der eigens komponierte „Grobi-Bär-Song“ wurde uns präsentiert und damit nicht genug, auch noch ein wunderschöner Riesenteddy überreicht. Der GROBI ist ein Traum, dient er doch tatsächlich dazu, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Gefühle auszudrücken. Somit ist er prädestiniert, in verschiedenen Einrichtungen zu arbeiten. Zunächst ist er mit Jan in einer Beratungsstelle in Kaarst im Einsatz. Steffi hat aber schon ganz klar Bedarf angemeldet, dass er zwischendurch „immer mal wieder“ mit auf die Seminare ins HdJ darf. Marco findet sicherlich auch zwischendurch noch Gelegenheiten, um GROBI stolz zu präsentieren.

Sonntag ging es dann noch um die Zusammenstellung von Übungseinheiten mit der Methodenbox, um mögliche Signale von Opfern sexueller Gewalt und um die Grundsätze der Interventionsarbeit.

Nach einer kleinen Auswertung bekam dann noch jeder Teilnehmer sein Zertifikat und eine Methodenbox, um mit der praktischen Präventionsarbeit loslegen zu können.

Das Wochenende war sehr anspruchsvoll und sicherlich thematisch eine große Herausforderung für uns alle. Uns liegt das Wohl „unserer“ Kinder und Jugendlichen sehr am Herzen und somit nimmt es uns verständlicherweise mit, wenn wir wissen, dass wir als Jugendverband ein potenzielles Tatumfeld für sexuelle Übergriffe sind. Zum Glück gibt es viele Teilnehmer wie euch, die gemeinsam mit dafür sorgen wollen, dieses Risiko zu minimieren.

Wir danken euch für eure Bereitschaft, euer Engagement und eure Begeisterung. Dieses Seminar wird auch uns lange in Erinnerung bleiben!

Bis zur nächsten Fortbildung,
Marco, Jan und Steffi

Bilder vom Wochenende findet ihr im Fotoalbum.