Gruppenleiterausbildung No 3 - die Story

Lange erwartet und noch vor Weihnachten online! Der Bericht der Gruppenleiterausbildung 3!


Am Sonntagabend, den 17.10.2010, sind alle problemlos angereist. Beim Hochsteigen der Treppe erblicken wir zwei unserer Teamer, die uns auch schon anstrahlen. Zur Begrüßung gibt es etwas Süßes und von jedem Teilnehmer wird ein Foto geschossen.

Nach dem Abendessen geht es dann richtig los. Das Programm wird vorgestellt und Aufgaben werden verteilt. Außerdem legen wir Regeln in Form eines Vertrages fest, welchen alle unterschreiben. Zum ersten Kennenlernen interviewen wir uns gegenseitig und erstellen dadurch Steckbriefe, auf die die Fotos geklebt werden. Dann folgen weitere Kennenlernspiele, bei denen unter anderem eine Giraffe und zwei Bälle die Hauptrollen spielen. Anschließend erfahren wir noch viel über das Kennenlernen und die verschiedenen Phasen, die hierbei eine Rolle spielen. Ab 22 Uhr vertiefen wir unser Kennenlernen in der Eifelbar.

Montagmorgen, nach einem lustigen Warming Up, gehen wir in die Gruppenarbeit zum Thema Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Dabei kommen viele Erinnerungen an die eigene Kindheit hervor. Im Themenblock Kommunikation erfahren wir, wie man Fehler bei der Kommunikation vermeiden kann. Dies ist auch sehr hilfreich bei der anschließenden Planung für die Themenparty „Afrika“, welche am Ende sehr gelungen ist.

Am nächsten Tag erdenken wir uns in der Gruppenarbeit den idealen Gruppenleiter und merken dabei, wie viele Erwartungen an uns gestellt werden. Danach erstellt sich jeder einen Fähigkeitenstern. Als nächstes besprechen wir das Thema Feedback und stellen anschließend unseren Fähigkeitenstern in Kleingruppen vor. Dabei erhalten wir unser erstes Feedback. Abends powern wir uns mit dem holländischen Mattenballspiel aus. Wer danach immer noch nicht ausgelastet ist, kann im Hallenbad noch schwimmen gehen.

Am Mittwoch sind wir sehr vom letzten Abend geschafft. Trotzdem hören alle interessiert bei den Themenblöcken Spiel- und Erlebnispädagogik zu. Die Erlebnispädagogik erfahren wir am eigenen Leib durch verschiedene Spiele wie zum Beispiel das „Spinnennetz“ oder den „gemeinsamen Schritt“. Besonders gefordert sind wir beim „Surfbrettspiel“, bei dem wir uns unfreiwillig nahe kommen. Abends wird das Essen in eine Pizzeria verlegt.

Der Donnerstag wird mit dem Themenblock Gender gefüllt. Themen dabei sind unter anderem Männer- und Frauenrollen. Dafür werden wir in nach dem Geschlecht getrennte Gruppen aufgeteilt. Die Mädchen stellen nun alle Klischees und Vorurteile der Männer zusammen und die Jungen die der Frauen. Ein besonderes Highlight sind die Fragen an das andere Geschlecht, die von Amor persönlich überreicht werden und bei denen beide Gruppen eine Menge über das andere Geschlecht in Erfahrung bringen. Zum Abend hin müssen die Gruppen einen Themenabend für das andere Geschlecht auf die Beine stellen. Während die Mädchen sich entspannt setzen und bei schöner Musik Tee trinken und eine Modenshow genießen können, haben die Jungen die Gelegenheit sich bei einer Sportolympiade auszutoben.

Am letzten Tag der Woche wird der Themenblock Rechte und Pflichten bearbeitet. Trotz der Tatsache, dass der Stoff sehr informativ und trocken ist, wird einem die Thematik durch die Teamer jedoch sehr interessant vermittelt. Zum Ende hin werden drei Gruppen eingeteilt, in denen sich die Teilnehmer gegenseitig ein Feedback zur gesamten Woche geben und nach einer kleinen Abschlussaktion werden alle bis zum nächsten Wochenende verabschiedet.

Drei Wochen später, am Freitag den 12.11.2010, reisen wir wieder zwischen 17 und 18 Uhr im HdJ an, um ab 19 Uhr das erste Wochenende zu erleben. Nach einer freundlichen Begrüßung und einer kurzen Erwartungsabfrage startet das Wochenende mit einer gruppendynamischen Aktion. Bei dieser gilt es für drei Teams einen Schutzanzug für ein der Gruppe zugewiesenes Adoptiv-Ei zu entwickeln und diesen zu bewerben. Bei einem folgenden „Spezial-Triathlon“ dürfen sich alle Teilnehmer auspowern. Hier begegnet uns auch wieder das holländische Mattenballspiel. Nachdem die Disziplinen geschafft und die Teilnehmer erschöpft sind, gilt es, sich in der Eifelbar zu entspannen.

Der nächste Morgen beginnt wie gewohnt mit einem WUP. Die Wartezeit bis zum Mittagessen wurde mit interessanten und wichtigen Informationen bezüglich der Teamarbeit und der Gruppendynamik verkürzt. Nach dem Mittagessen erhalten wir Einblicke in den Themenblock „Konflikte“ und lernen unter anderem, wie und warum diese entstehen können und suchen nach einer einheitlichen Definition. Nach einer kleinen Kaffeepause beginnt nun das „Bleistiftspiel“, bei dem für drei Gruppen das Ziel gesetzt wird, auf ein Blatt Papier mit einem Bleistift zehn Mal den Satz „Wir haben gewonnen!“ aufzuschreiben. Die Problematik: eine Gruppe besitzt drei Blätter, eine andere einen Bleistift der jedoch keine Spitze hat und die letzte Gruppe nennt einen Anspitzer ihr eigen. Wilde Verhandlungsgespräche nehmen ihren Lauf und zuletzt siegt auf ungewöhnliche Art und Weise doch noch eine Gruppe.

Nun haben alle bis nach dem Abendessen Zeit, um ein Plakat zu einem Spiel zu entwerfen und dieses allen anderen vorzustellen. Alle Spiele werden in der Spielebörse angeboten und auch durchgeführt. Dadurch hat jeder die Möglichkeit in die Rolle eines Spielleiters zu schlüpfen.

Am letzten Tag des Wochenendes liegt das Augenmerk auf den Problemen in der Gruppenstunde. In drei Kleingruppen werden dazu Rollenspiele durchgeführt, um das im Themenblock gelernte zu vertiefen und einmal anzuwenden. Die Teamer bieten hier noch genügend Raum für offene Fragen bevor es wieder in die Feedback-Runden geht. Nach einer kurzen Abschlussaktion ist nun auch dieser Teil des GGL vorüber.

Das nächste und auch gleichzeitig letzte Mal treffen wir uns am 3.12.2010. Unser Wochenende beginnt mit einem Spiel, das uns zeigt, wie gut wir uns schon kennen. Anschließend dürfen wir bei einem Quiz zeigen, welche Kenntnisse wir über die JRK-Ordnung haben. Abends sitzen wir dann wieder alle in der Eifelbar.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag beginnen wir mit dem Thema „Präsentation“. Nach einer theoretischen Einführung dürfen wir wieder selber ran. Jeder denkt sich ein Thema aus und bereitet dafür eine Präsentation vor. Dann wird diese vorgestellt. Natürlich erhält danach jeder ein Feedback. Danach kommen wir noch mal zum Thema Organisation und Planung. Drei Gruppen bereiten jeweils eine größere Aktion und die Präsentation der Planung vor.

Am Abend dürfen wir uns dann wie Stars fühlen. Unsre Teamer haben einen Galaabend vorbereitet, bei dem die „Ossis“ verliehen werden. Natürlich bekommen wir alle einen, denn jeder hat etwas Besonderes geleistet. Den Abend lassen wir wieder in der Eifelbar ausklingen.

Unser letzter gemeinsamer Tag endet mit Workshops zu Themen die uns besonders interessieren und Infos zum Thema Kinder- und Jugendschutz. Zuletzt bekommt jeder der will ein Feedback von den Teamern, bevor wir uns wehmütig voneinander verabschieden.

Manuela Koebke + Sven Gerdowski

Bilder vom Wochenende gibt es im Fotoalbum.