Gruppenleiterlehrgang Herbst 2011

Aufbruch ins Gruppenleiterleben – für 17 JRKler war es in diesem Herbst so weit. Eine Seminarwoche plus zwei Wochenenden galt es zu absolvieren, mit einer Menge Spaß, Kreativität und Gruppenerlebnissen. Gleich vier Berichte haben uns zu diesen drei Terminen erreicht – aber lest selbst... ;)

[Module 1 & 2: die Seminarwoche]

Gruppenleiterlehrgang – eine Win-Win Situation ;)

Auch in diesem Herbst haben sich wieder 17 mutige JRKler auf die beschwerliche Reise zum Gruppenleiter begeben. Diese begann am Montag, den 24. Oktober und dauerte zunächst bis zum 28. Oktober. Aber wir wollen von vorne beginnen…

Mittags zwischen 12:30 Uhr und 13:00 Uhr trafen wir Mutigen nach und nach im HdJ in Bad Münstereifel ein. Dort wurden wir sogleich von unseren netten Teamern begrüßt, konnten unsere Zimmer beziehen und schon die ersten Kontakte zu unserer Gruppe knüpfen.

Ab 14:00 Uhr ging es dann im Seminarraum los. Zunächst stellen unsere bezaubernden Teamerinnen sich vor, dann wurde allerhand organisatorisches geklärt. Nachdem wir diesen Punkt abgehakt hatten, erstellten wir einen Seminarvertrag und unterschrieben diesen im Anschluss.

Danach begann einer der interessantesten Teile: Das Kennenlernen! Wir interviewten uns gegenseitig, erfragten Hobbys, lernten Namen und bemerkten Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Nach einer kurzen „Kaffeepäuse“ ging es nach dem praktischen Kennenlernen auch um die Theorie des Kennenlernens, die allerdings mindestens genau so spannend vorgetragen wurde wie der praktische Teil war!

Als nächster Themenblock standen die Lebenswelten von Kindern auf dem Plan. Hierbei hatte jeder Einzelne die Möglichkeit sich anhand von Gegenständen und Spielzeugen noch einmal in seine eigene Kindheit zurückversetzt zu fühlen. Unsere erarbeiteten Ergebnisse wurden auf einem Zeitstrahl festgehalten.

Es folgten das Abendessen und ein indischer Tee-Abend im Anschluss. Bei dieser äußerst entspannenden Methode hatten wir alle noch einmal die Möglichkeit uns weiter kennen zu lernen. Einigen taten der Tee und die ruhige Atmosphäre so gut, dass sie am liebsten direkt ins Bett gegangen wären. So leicht kamen wir den Teamern aber nicht davon. Erst musste noch ein zackiges Blitzlicht abgehalten werden.

Für diejenigen die der Tee-Abend nicht sofort ins Träumeland geschickt hat, ging es in der Eifelbar weiter, bevor dann auch die letzten und fittesten von uns aufgaben und es sich für die erste Nacht im HdJ in ihren Betten gemütlich machten.

Der Seminarbeginn am nächsten Morgen wurde musikalisch begleitet (Wonderful Life von SEEED!), was von nun an zur Gewohnheit werden und nach jeder Pause den Start des Programms ankündigen sollte. Da der Song und das Frühstück uns in Augen der Teamer noch nicht wach genug gemacht hatten, starteten wir den Morgen mit einem äußerst schmackhaften „Kamel-Bonbon“-WUP, der unsere Geschmacks- und Hirnzellen auf eine harte Probe stellte.

Im Anschluss daran konnten wir in Kleingruppen verschiedene Thesen zum Thema Gruppenstunden und Gruppenleitung diskutieren, was uns auf die spätere Realität als GL einstimmen sollte. Wie auch unsere nächste Aufgabe, uns und unsere Gruppe mit Knete darzustellen. Auch wenn die Ergebnisse zum Teil sehr abstrakt waren, war die Message bei allen ähnlich und real!

Um bei der Realität zu bleiben hatten wir jetzt die Möglichkeit einen lebensgroßen „idealen Gruppenleiter“ auf Pappe zu bringen. Dieser wurde randvoll gefüllt mit Charaktereigenschaften, die so ein „idealer Gruppenleiter“ verkörpert. Das Umfeld des „Pappmännchens“ wurde dann noch mit Erwartungen versehen, die an den Gruppenleiter von den verschiedensten Personengruppen und Institutionen gestellt werden. Uns allen wurde schnell klar, dass keiner von uns jemals DER ideale Gruppenleiter sein kann, aber auch, dass wir schon ziemlich nah rankommen wollen!  Nachdem wir so feststellen konnten welche Fähigkeiten gebraucht werden, malten wir uns nun einen persönlichen und individuellen „Fähigkeitenstern“.

Gestärkt vom Mittagessen ging es dann weiter mit der Planung und Organisation einer Mottoparty. Die „gute Fee“ zog für uns das Motto „Halloween“ aus der Tasche, das für eine Gruppe im Alter von 12-16 Jahren vorbereitet werden sollte. Gesagt getan, wir teilten uns in verschiedene Gruppen auf und begannen fleißig an unseren Aufgaben zu werkeln und zu basteln. Abends wurde dann im Stil der 12-16-jährigen eine wundergruselige Halloween-Party gefeiert.

Am Mittwochmorgen starteten wir wie gewohnt mit einem Wup um die Müdigkeit aus Körper und Geist zu vertreiben. Gleich danach gab’s dann was auf die Ohren: Wir begannen mit dem Thema Kommunikation. Hierbei erkannten wir vor allem die Komplexitäten, die Schwierigkeiten und die Wichtigkeit von Sprache und Kommunikation! Eine wichtige Einsicht gab uns hierbei ein kleiner Ausflug ins Weltall, zu den „Sunnies“ und den „Moonies!“

Am Nachmittag befassten wir uns noch mit dem Thema „Feedback“ und gaben und bekamen auch selber welches. Dieser Tag ging ein weiteres Mal in der gemütlichen Eifelbar zu Ende und wir blickten voller Vorfreude auf die beiden noch vor uns liegenden Tage.

Doch nichts kam wie wir es gedacht hatten! Der Donnerstag begann auf den ersten Blick wie jeder andere Tag dieser Woche bisher auch: Frühstück, Wup, der gleiche Song,… Bis wir plötzlich beim Thema „Erlebnispädagogik“ angekommen waren. Auch dieser Themenblock tarnte sich zunächst als fröhliche, nette Vertrauenserfahrung, die wir zunächst gemeinsam in der Sporthalle erlebten. Irgendwann war es dann jedoch so weit. „Das Spinnennetz“ hing in voller Größe vor uns! Nach einer kurzen Erklärung wie dieses zu überwinden sei, begannen auch schon alle ihre glorreichen Ideen zu bekunden. Natürlich war eine besser als die andere! Das hat nur keiner eingesehen.

Geschlagene 3 Stunden voller Entrüstung, Beschimpfungen, Enttäuschungen und Verwirrungen später, stand dann aber doch die gesamte Gruppe auf der richtigen Seite des Netzes! Die Freude die uns überkam war grandios. So wirklich glücklich und zufrieden waren wir aber alle erst nach den Feedbacks zu diesen Übungen!

Im Anschluss gab es noch ein wenig Theorie Input zum Thema „Vielfalt“, welches auch wieder mit reichlich Spiel, Spaß und Spannung verziert war! Diesen Tag ließen wir im Ort bei leckerem Essen (auf das leider manche etwas länger warten mussten….) gemütlich ausklingen. Dabei blickten wir gelegentlich noch zurück auf das Kommunikationsvermögen der „Moonies“ und „Sunnies“ und überlegten es an nichts- ahnenden Bad Münstereifelern auszutesten…

Der Seminarbeginn am Freitagmorgen lief ein wenig schleppend an. Das uns bevorstehende Thema „Rechte & Pflichten“ weckte wahrlich nicht bei allen Teilnehmern Euphorie und Vorfreude. Wider erwarten schafften unsere Teamer es aber sogar bei diesem trockenen Thema Spaß mit reinzubringen, und so hatten wir auch bei unserem letzten Themenblock für diese Woche noch richtig was zu lachen.

Zuletzt gab es noch eine „Kaffeepäuse“. Nach dieser verabschiedeten wir uns für die nächsten zwei Wochen, und wollten uns dann bei der nächsten Etappe unserer langen und beschwerlichen Reise wie gewohnt im HdJ wiedertreffen!

Pia Kuhne


[Module 1 & 2: die Seminarwoche]

Die Woche in Bad Münstereifel

In dieser Woche haben sich 17 Teilnehmer und 3 Teamer getroffen, um den Gruppenleiterschein zu machen. Es war eine sehr schöne und spannende Woche, die sehr viel Spaß gemacht hat. Als wir im Haus des Jugendrotkreuzes ankamen, wurden uns zuerst die Zimmer zugeteilt und wir haben uns eingetragen. Als wir komplett waren ging es los mit dem Vorstellen und auch das Wochenprogramm wurde vorgestellt. Danach wurde gemeinsam ein Vertrag mit Umgangsformen überlegt und von allen unterschrieben.

Wir haben verschiedene Kennenlern-Spiele gemacht, z.B. haben wir Fragen gestellt bekommen und mussten uns je nach Antwort auf eine Seite des Raums stellen. Außerdem haben wir auch noch Spiel- und Erlebnispädagogik gemacht, da haben wir uns z.B. darüber unterhalten, welche Spiele man gut mit welcher Altersklasse machen kann und welche besser nicht. Wir mussten unter anderem alle durch ein Spinnennetz durch kommen und eine Pyramide aus Bambus und Gummis im Team bauen.

Wir haben uns auch Gedanken über den perfekten Gruppenleiter gemacht und ihn auf Papier dargestellt und festgestellt das es ihn nicht so geben kann, da es viele Dinge waren die man haben muss. Aber das er trotzdem möglichst viele Dinge davon haben muss. Durchsetzungsvermögen, Kreativität und Freude an der Arbeit mit Menschen muss man zum Beispiel haben.

Wir haben auch gelernt wie man vernünftig ein Feedback gibt und auch annimmt. Dies haben wir meist in kleinen Runden gemacht, in denen dir von den anderen gesagt wurde wie du eine Sache gemacht hast und du nur zugehört hast. Das haben wir gemacht bis alle die wollten an der Reihe waren.

Wir haben uns auch vorgestellt, dass wir eine Helloween-Party für eine Gruppe von 12 bis 16 jährigen organisieren müssen. Dies haben wir in verschieden Gruppen gemacht, eine für Deko, eine für Programm, eine für Organisation und eine Vermittlergruppe. Das hat echt Spaß gemacht und es war eine nette Party.

Abends sind wir fast alle oft noch in die Eifelbar gegangen, in der wir uns noch besser kennen lernen konnten und mit viel guter Laune zusammen saßen. An einem Abend waren wir alle zusammen im Ort essen, der Anlass war, dass unsere Teamerin Claudia Geburtstag hatte. Es war ein schöner Abend, der die Gruppe noch mehr zusammen gebracht hat.

Alles in allem war es eine schöne und sehr lehrreiche Woche, in der man auch viel über sich selber gelernt hat. Auch wenn jetzt was nicht erwähnt wurde war alles sehr interessant.

Jennifer Oppers & Stefan Wöhner


[Modul 3: das erste Wochenende]

Die Reise geht weiter

Am 11.11.11 trafen sich die Reisenden wie gewohnt im HdJ, um dort ihre Reise bis zum 13.11.11 fortzusetzen. Freitagabend kamen wir wieder nach und nach in Bad Münstereifel an und bezogen unsere Zimmer. Nach dem Abendessen begann auch schon das Programm. Es dauerte nicht lange, bis wir feststellten, dass wir dieses Wochenende alle ein bisschen geschafft und müde starteten.

Trotzdem freuten wir uns auf den Abend und begannen mit unseren Erwartungen und reflektierten erst einmal warum wir Gruppenleiter werden wollen. Danach begaben wir uns in Kleingruppen an die Aufgabe eine Konstruktion zu basteln, die ein fallendes Ei vor dem Zerbrechen beschützen soll. Gleichzeitig mussten die Teams sich damit befassen eine gute Werbung für ihr entstehendes Produkt zu kreieren.

Als alle Gruppen ihre Arbeiten beendet hatten ging es ans Ausprobieren. Die Eier wurden in ihren Schutzverpackungen aus Höhe der Zimmerdecke auf den Boden fallengelassen. Für eine Gruppe half auch die gute Werbung nichts. Das Ei zerbrach. Die beiden anderen Konstruktionen erwiesen sich als sicherer. Der iPanzer ging schließlich als überzeugender Gewinner aus dem Abend hervor.

Danach stand Sport auf dem Programm. Der angeschlagene Großteil der Gruppe wehrte und sträubte sich immens gegen diesen Plan. Was dazu führte, dass unsere demokratischen Teamer sich entschlossen die Teilnahme freiwillig stattfinden zu lassen. Und tatsächlich waren einige der tapferen GL-Anwärter bereit ihren Spaß beim Sport mit den Teamern zu vergrößern. Der faulere und müdere Teil der Gruppe begnügte sich stattdessen damit sich Pizza kommen zu lassen, über die später in der Eifelbar hergefallen wurde, als hätte es seit Wochen nichts zu essen gegeben. Ein mehr oder weniger netter Nebeneffekt dieser Aktion war ein durchdringender Knoblauchgeruch im ganzen HdJ…

Das Aufstehen am Samstagmorgen wurde für den ein oder anderen zur regelrechten Qual. Es musste also ein besonders animierender Wup her. „Laurenzia“ kam zu Besuch und einige wünschten sich sie wäre nie gekommen! ;) 

Jetzt konnte das weitere Programm beginnen. Wir lernten über die Vor- (und Nach-)teile der Teamarbeit. Danach ging es wieder in Kleingruppen weiter. Diese hatten die Aufgabe sich den dynamischen Verlauf einer Gruppe mit einem Zollstock zu verbildlichen. Als praktische Übung im Anschluss wurde ein kleines Rollenspiel vorgetragen, in dem die verschiedenen Typen von Gruppenkindern stark übertrieben dargestellt wurden. Das Rollenspiel trug jedoch nicht nur zur Belustigung der Gruppe bei, sondern konnte auch wichtiges Wissen anschaulich vermitteln.

Nach dem Mittagessen brachte uns mal wieder ein kleiner Wup in Form, damit wir gewappnet für das nächste Thema waren: Konflikte. Obwohl wir die Praxis beim „Spinnennetzspiel“ ja eigentlich schon hatten, stellten wir fest, dass es noch einiges mehr über Konflikte zu wissen gibt. Als das nächste Spiel begann wurden in unserem „Kuschelkurs“ dann doch wieder die Krallen ausgefahren und der Ehrgeiz übernahm unsere guten Umgangsformen. Manche in unserer Gruppe wollten für einen Bleistift, einen Spitzer oder ein einfaches Blatt Papier scheinbar wirklich über Leichen gehen…

Nach diesem etwas aggressiveren und anstrengenderen Ausflug in die Welt der Konflikte sammelten wir uns wieder im Seminarraum und widmeten uns einem etwas entspannteren und erfreulicheren Thema. Spielepädagogik war für die meisten von uns jetzt genau das richtige. Unser nächster Arbeitsauftrag: Ein Plakat für ein Spiel unserer Wahl entwerfen und dieses am Abend auf der Spielebörse möglichst gut vorstellen und verkaufen! Auf die Plätze und losgebastelt!

Als abends die Plakate und Spiele vorgestellt wurden, hatten alle richtig Spaß und wir waren auch ein wenig traurig, dass wir wegen Zeitmangel die meisten Spiele nur kurz anspielen konnten. Am Abend dieses abwechslungsreichen Samstags machte sich eine kleine Truppe auf Wildschweinjagt im dunklen Wald auf, während der größere Teil sich den Abend beim lustigen „Schinkstar“-spielen versüßte.

Am letzten Tag dieser „Reise-Etappe“ lernten wir noch wichtiges über die verschiedenen Leitungsstile und sahen mit ein bisschen Trauer schon das Ende dieses schönen Wochenendes nahen. Vorher konnten wir uns aber in einem Rollenspiel in Kleingruppen für unsere spätere Aufgabe als GL beweisen. Im Anschluss erhielten wir unser Feedback für das gelaufene Wochenende.

Zum Abschied erfuhren wir noch, dass beim nächsten und leider, leider letzten Wochenende des Lehrganges, eine Motto-Party steigen wird. Diesmal für 16-28 jährige ;) unter dem Motto „Disneyfilme“! Das bietet sich natürlich super an, um auch den 16. Geburtstag unseres Kükens Marvin nachzufeiern! :P

Angefüllt mit neu gelerntem Wissen und Vorfreude auf das nächste GL Wochenende verstreuten wir uns in alle Himmelsrichtungen.

Pia Kuhne


[Modul 4: das Abschlusswochenende]

Gruppenleiter. Das Ende naht…

Als wir zu unserer letzten Etappe erneut im HdJ anreisten, war von den Schwächeleien des vergangenen GL-Wochenendes nichts mehr zu bemerken. Wie es schien hatten sich alle auf ihrer Reisepause tatsächlich gut erholt und starteten nun in alter Frische in Modul 4!

Wie gehabt begann das Programm nach der Zimmereinteilung und dem Abendessen, das wir diesmal, um ein bisschen Abwechslung in die Sache zu bringen ;) nicht wie gewöhnlich im Speisesaal, sondern in der Eifelbar zu uns nahmen.

Inhaltlich starteten wir mit „Willkommen im Club!“. Spätestens nachdem Claudia das Spiel fertig erklärt hatte stand fest, dass die Hilfsbereitschaft in Sachen „Halt mal bitte kurz“ in unserer Gruppe von nun an Geschichte sein würde. Wir zogen der Reihe nach Zettelchen und nach kurzer, freudiger Resonanz war auch schon der nächste Punkt an der Reihe: „Kennenlernen-Spezial“. Bei dieser Bingo-Variante bemerkten wir, dass wir uns vielleicht doch gar nicht sooo gut kannten wie wir angenommen hatten!

Nach diesem sehr aktionsreichen Spiel begaben wir uns an die Arbeit in Kleingruppen die JRK-Ordnung verstehen und anwenden zu lernen. Und wo wir grad schon so im JRK drinsteckten, folgte, nach ein paar etwaigen technischen Problemen (Männer & Technik?!) eine Powerpoint-Präsentation über den „Markt der Möglichkeiten“ im JRK. Und wir staunten nicht schlecht, was uns da so alles angeboten wird!

Im Anschluss konnten wir zukünftigen Gruppenleiter beim „Großen Preis“ unsere Kenntnisse über alles rund um DRK und JRK publik machen und mit Mut und Wissen punkten. Das beste Team gewann! Der Preis war allerdings nicht wirklich groß. :D

An diesem Abend entspannte sich ein Teil der Gruppe schon fast traditionell in der Eifelbar, während ein anderer Teil der Gruppe die Zeit nutzte um im schönen vorwinterlichen Eifelwald eine kleine Nachtwanderung, inklusive „Sternschnuppen-Gucken“ (zumindest für den Großteil der Gruppe ;)) zu machen.

Samstagmorgen. Der Wecker klingelt. Die GL-Inhalte rufen. Die Gruppe quält sich träge aus dem Bett und nimmt halb verschlafen ihr Frühstück zu sich. Erst ein WUP vermag es die müden Geister aufzuwecken. Denn auch heute stand inhaltlich wieder so einiges auf dem Programm!

Den Anfang machte ein Theorie-Input zum Thema Präsentation. Danach durfte jedes Gruppenmitglied einzeln nach vorne, das Rampenlicht ganz für sich allein haben, und den gigantischen Applaus der restlichen Gruppe genießen! Oder über sich ergehen lassen. „Artist und Applaus“ bot für die einen endlich die angemessene Aufmerksamkeit, für die anderen eine echte Selbstüberwindung!

Als nächstes erhielten wir wieder einmal eine Aufgabe, für die wir eine halbe Stunde Vorbereitungszeit bekamen. Eine Rede halten. Über ein Thema unserer Wahl. Mit Hilfe dessen was wir zuvor im Theorie-Input gelernt hatten. Alle stürmten los, sammelten Stifte, Plakatpapier, Moderationskarten & Co. und begannen ihre Rede vorzubereiten. Nach etwa einer halben Stunde hörten wir die verschiedensten Reden. Wir hörten laute und leise, schnelle und langsame, nervöse und ruhige, euphorische und gelangweilte, chaotische und strukturierte. Durch diese Vielzahl an Reden konnten wir also noch besser reflektieren was beim Reden halten wirklich wichtig ist!

Nach dem Mittagessen und einer kleinen Mittagspause wurden unsere Hirnzellen mal wieder durch ein WUP auf Hochtouren gebracht. Dann kam der nächste Arbeitsauftrag: Bis zum Abend sollten wir in Gruppen eine komplette Woche planen. Ein Team plante eine Ferienfreizeit für Kinder von 8 bis 10 Jahren. Ein anderes Team plante eine interkulturelle Woche für Kinder im Alter von 14 bis 16 Jahren. Und das dritte Team plante eine integrative Woche für Kinder von 10 bis 15 Jahren. Schnell stellte jede Gruppe für sich fest, dass diese Aufgabe wirklich nicht zu unterschätzen war und der Zeitraum der uns zur Planung zur Verfügung gestellt wurde immer und immer kleiner wurde… Bis zur Deadline hatte es dann aber doch jedes Team geschafft ihrem Arbeitsauftrag nach zu kommen. 

Und so wurden uns an diesem Abend 3 superspannende und gut durchdachte Wochen-Gestaltungs-Möglichkeiten vorgestellt. Wir hätten uns für alle 3 angemeldet ;) Danach war es endlich so weit. Der Abschlussabend stand vor der Tür. Nach den letzten Präsentationen und Reflexionen huschten wir schnell in unsere Zimmer um in unsere „Walt Disney“-Kostüme zu schlüpfen und sie zu perfektionieren.

An diesem Abend hatten wir sehr viele Prominente Gäste im HdJ. Hierzu zählten: 3 Chaoten aus Disney’s großer Pause; TJ, Mike und Gus. Esmeralda, Zorro, Käpt’n Hook, die Froschkönigin, 2 Minimäuse die sich unerbittlich um Mickey Mouse stritten, Robin Hood mit Little John und Bruder Tuck, Cruella De Vil, die weiße Königin aus Alice‘ Wunderland, ein einsamer Zwerg, Mighty Duck und Professor Flubber.

Diese hochgradig prominente Versammlung machte sich einen netten Abend bei Snacks und Sekt und erhielt später stellvertretend für die Gruppenleiterlehrlinge je eine Urkunde und jede Menge Glückwünsche. Als die Prominenten anfingen unruhig zu werden, wurde die Party in die Eifelbar verlegt. Ein letztes Mal wurde hier die Musik aufgedreht und einige der Stars ließen sich kein zweites Mal bitten und fingen an das Tanzbein zu schwingen! Aber auch dieser spaßige Abend musste einmal zu Ende gehen. Und auch der Sonntag lockte noch mit einigen Themeninhalten. 

Der letzte Tag unserer Reise bricht an. Erschöpft erheben wir uns aus unseren Betten, um auch noch die letzte Etappe erfolgreich hinter uns zu bringen. Gestärkt vom Frühstück und frisch „gewuppt“ waren wir gewappnet für den nächsten, schwierigen Teil dieser Reise.

Unser Thema: „Kindeswohl“. Dieses besprachen wir in einem gemütlichen Sitzkreis und hatten die Möglichkeit alles Wichtige zu diesem Thema zu erfragen und erfahren. Danach wurden wir über verschiedene Organisationen und Institutionen aufgeklärt, die uns in den verschiedensten Situationen mit verschiedensten Gütern aushelfen und unterstützen können. Im Anschluss daran erhielten wir hier am letzten GL-Wochenende einen „Fähigkeiten-Stern“, wie wir ihn auch beim ersten GL-Modul bekommen hatten. Wieder sollten wir ihn ausfüllen indem wir uns selbst einschätzten. Danach erhielten wir besagten Stern aus dem ersten Modul zurück und hatten die Möglichkeit unsere Entwicklungen zu vergleichen.

Ein letztes Mal nahmen wir gemeinsam das Mittagessen zu uns. Und hatten danach eine kurze Pause in der viel gequatscht und rumgealbert wurde. Nun wurde uns noch eine neue Methode erklärt. Für jeden Teilnehmer des Lehrgangs gab es einen kleinen Papier-Koffer, die an einer Wand aufgehängt wurden. Wir hatten nun die Möglichkeit unseren Reise-Gefährten noch ein paar Wünsche und Tipps für die Zukunft ins Reise-Gepäck zu packen.

Als der Sonntagmittag sich dann dem Ende zuneigte gab es noch massenweise schicker Abschiedsfotos und dann fuhren wir alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder in unsere traute Heimat zurück. Wie haben eine tolle und teilweise beschwerliche Reise hinter uns gebracht. Uns gegenseitig in den Wahnsinn getrieben oder geholfen. Ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage: Diesen GL wird so schnell keiner von uns vergessen!

Pia Kuhne


Bilder aller Module gibt es im Fotoalbum.