Gruppenleiterlehrgang Winter 2012 - Teile 1 & 2

Auch dieses Jahr haben sich junge JRKler an 4 Wochenenden im HdJ getroffen, um mit einer Menge Spaß, Kreativität und vielen Erfahrungen am Gruppenleiterlehrgang teilzunehmen.

1. Seminarwochenende


Das 1. Seminarwochenende begann am 10. Februar und dauerte bis zum 12. Februar. Gegen Abend trafen nach und nach unsere werdenden Gruppenleiter im HdJ ein. Nach dem Abendessen und nach dem Bezug der Zimmer wurden die JRKler, mit einem professionellen Rundgang, durch das HdJ geführt.

Um 19:00 Uhr ging es dann im Seminarraum los. Zunächst stellten die Teamer sich vor und es wurde einiges Organisatorisches besprochen. Im Anschluss folgte dann das Kennenlernen. Endlich konnte man mehr über die Leute erfahren, die den Gruppenleiter anstreben. Anfangs spielten wir das Namen-Adjektiv-Spiel, indem sich jeder mit einem Adjektiv vorstellt, das mit dem Anfgansbuchstaben seines Namens beginnt. So konnte man sich einige Namen gut einprägen. 

Danach interviewten sie sich in Partnerarbeit gegenseitig und stellten ihre Partner im Plenum vor. So lernte man noch einmal die Namen und bemerkte Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Die schönen Steckbriefe, die sogar mit einem mitgebrachten oder spontan geschossenen Foto versehen wurden, wurden aufgehangen, um sich in einer ruhigen Minute den einen oder anderen noch einmal anzuschauen. Nach dem spannenden praktischen Kennenlernen kam dann der theoretische Teil dazu. Daraufhin folgten noch einige witzige Runden Speed-Dating und ein Blitzlicht.

Am Samstagmorgen, nach dem Frühstuck, wurde erst einmal „geWupt“, um alle müden Gesichter wach zu bekommen. Als nächster Themenblock standen die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auf dem Programm. Hierbei wurden alle in drei Kleingruppen eingeteilt und es hatte jeder die Möglichkeit, sich anhand von Gegenständen und Spielzeugen noch einmal in seine Kindheit hineinzuversetzen. Die Bedürfnisse und die markanten Punkte im Leben eines Kindes bzw. Jugendlichen wurden dann auf einem Zeitstrahl festgehalten.

Nach einer kleinen Pause trafen sich alle wieder im Plenum. Und dann wurde diskutiert! Es fand nämlich der Fishpool statt, wobei eine Gruppe von zehn Leuten in der Mitte saß und anhand von provokanten Aussagen ihre eigene Gruppenleiterposition zu schwierigen Fragen entwickeln und dies miteinander abgleichen konnten.

Nach dem Mittagessen und einem kleinen Mittagspäuschen gab es noch einmal ein kleines Wup. Die Teilnehmer mussten schließlich fit zum Kneten sein, denn ihre nächste Aufgabe war es, in Kleingruppen das Verhältnis vom Gruppenleiter zur Gruppe zu kneten und im Plenum vorzustellen. Schon eine gewissen Herausforderung, die sie allerdings super bewältigt haben.

Anschließend wurde in Kleingruppen der „ideale Gruppenleiter“ auf Papier gebracht und wurde mit lauter Charaktereigenschaften, die er mit sich bringen sollte, gefüllt. Das Umfeld des idealen Gruppenleiters wurde dann noch mit Erwartungen versehen, die an ihn von den verschiedensten Personengruppen und Institutionen gestellt werden. Nachdem man feststellen konnte, welche Fähigkeiten von einem erwartet werden, malten alle für sich selbst einen persönlichen „Fähigkeitsstern“ mit einigen Kernkompetenzen auf.

Und sollte nach so viel Arbeit nicht auch eine kleine Party anstehen? Klar! Unsere werdenden Gruppenleiter sollten also dann eine Themenparty organisieren, mit 90 Minuten Programm. Diese Party lief unter dem Motto „Zauberer und Elfen“ und war für 6 bis 8-Jährige. Doch bevor man erst einmal feiern kann, muss organisiert und vor allem dekoriert werden. Die Gruppe wurde wieder in 3 Kleingruppen geteilt, von denen sich je eine mit dem Programm, mit der Deko und mit der Organisation befasste. Um 21:00 Uhr waren alle also einmal wieder 6-8 Jahre alt. Es wurde viel gespielt und viel gelacht. Und da die Stimmung so gut war, feierten wir noch ein wenig länger.

Wie nicht anders zu erwarten starteten wir am Sonntagmorgen mit einem Wup, denn viele müde Gesichter geisterten umher. Nach einer Auffrischung des Geistes wurde dann über die Themenparty des vergangenen Abends reflektiert.

Und gleich danach gab’s was auf die Ohren: Es ging nämlich mit dem Thema Kommunikation weiter. Hierbei konnte man die Wichtigkeit und die Schwierigkeit von Kommunikation erkennen. Und vor allem die Übung mit der 4 Ohren und den Bauklötzen haben das noch einmal erkenntlich gemacht.

Hinterher gab es eine Einführung in das Thema Feedback und in den drei Kleingruppen, wie am Vortag, wurde jeder Fähigkeitsstern vorgestellt. Anschließend hatte jeder die Möglichkeit auf einen Zettel aufzuschreiben, woran er gern an sich arbeiten möchte.

Zum Abschluss machten wir noch eine Seminarauswertung und verabschiedeten uns mit einem witzigen Pferderennen. Für alle gab es noch ein wenig Kaffee und Kuchen und dann verabschiedeten wir uns für zwei Wochen.


2. Seminarwochenende


Am Freitag den 24.02.12 war es dann wieder so weit. Unsere werdenden Gruppenleiter fanden wieder den Weg zum Haus des Jugendrotkreuzes in Bad Münstereifel. Nach der Begrüßung und allem Organisatorischen starteten wir „das Mörderspiel“, das eigentlich über das ganze Wochenende laufen sollte. Doch unser Mörder war so geschickt, dass am Freitagabend nicht mehr wirklich viele lebenden Menschen herumliefen.

Am Abend gab es noch einen Theorieblock zum Thema Vielfalt. Dabei machten wir eine sehr interessante Übung mit Steinen, in der jeder mit geschlossenen Augen seinen Stein finden musste. Und in der Tat: Es hat ihn jeder gefunden! Nach einem kurzen Blitzlicht gab es dann noch ein wenig Freizeit, in der viele sich zum Werwolfspielen verkrochen.

Am Samstagmorgen starteten wir wie gewohnt mit einem Wup, um die Müdigkeit aus Körper und Geist zu vertreiben. Schließlich mussten unsere Teilnehmer fit für den nächsten Themenblock sein: Spielpädagogik. Als dies und das Mittagessen abgehakt waren, kamen wir zu dem interessanten Teil der Erlebnispädagogik. Wir, die Super-Agenten, suchten unsere Nachfolgender, die „Super Super Top Agenten die mutig, smart und schlau sind…“

Also standen der gesamten Gruppe einige Aufgabe bevor, die sie mit anfänglichen Schwierigkeiten, aber mit Bravour, absolvierten.

Manche glaubten, damit wäre die Prüfung vorbei gewesen, aber da hatten sie sich getäuscht. Die komplette Gruppe wurde nachts in den Wald geschleppt. Einige sind an ihre Grenzen gestoßen, doch konnten danach stolz auf sich sein auch dies bestanden zu haben.

Natürlich brauchen so tapfere JRKler auch eine kleine Belohnung! Als sie von der gruseligen Nachtwanderung zurückkamen, empfing sie ein leckerer Schokobrunnen mit viel Obst. Und sogar Zuckerwatte gab es für jeden der mochte. So ließen wir den anstrengenden Tag gemütlich ausklingen.

Am Sonntagmorgen, wie hätte man es anders geglaubt, gab es ein Wup. Und dann ging es um das wichtige Thema Rechte & Pflichten. Dort wurde in drei Kleingruppen jeweils ein Fall besprochen und versucht, mit einem rechtlichen Auge drauf zu schauen. Nach vielen Fragen und diskutieren gab es dann das Mittagessen.

Im Anschluss kam dann noch eine Feedbackrunde. In drei Kleingruppen hatte jeder die Chance seinen Zettel, den er in der ersten Seminarwoche geschrieben hatte (woran er gern an sich arbeiten möchte), vorzustellen und ein Feedback von den anderen Teilnehmern zu bekommen.

Zum Schluss gab es noch eine Seminarauswertung und eine witzige Abschlussaktion. Für jeden gab es dann noch ein Überraschungsei und natürlich etwas Kaffee und Kuchen.

Angela Rapisarda

Bilder von beiden Wochenenden findet ihr im Fotoalbum.