Interkulturelles Netzwerktreffen

KULToUR pur – Interkulturelles WE in Bonn 29-31.10.2010. Das JRK Nordrhein war mit dabei!

Der erste Eindruck und Gedanke von Anka und Nadine am Freitagabend in der Bonner Jugendherberge war „Hui, das hier ist größer als unser HdJ, aber in der Eifel ist es doch gemütlicher!" Beide JRKlerinnen checkten in der Herberge zum 2. Kooperations- und  Netzwerkseminar ein. Die Herren der JRK-Schöpfung ließen sich Zeit.

Trotzdem wurden schon beim Abendessen erste Kontakte zu anderen Verbänden geknüpft. Danach startete das Seminar mit einer Vorstellungsrunde unserer Teamer Susanne und Christiane, wo jeder etwas von sich erzählte und man mit den Kennenlernspielen startete. Es war super klasse und lustig, da Spiele dabei waren, die sogar Anka und Nadine noch nicht kannten. Dann stieß auch der erste JRK-Herr zu uns, Tobias vergrößerte so die JRK-Fraktion.

Die anderen Jugendgruppen sagten kurz, wer woher kam und die Aufgaben der einzelnen Verbände wurde auch kurz angesprochen. Es stellte sich heraus, dass wir als JRK die einzigen ohne Migrationshintergund waren und gerade deswegen konnten wir viel von den anderen lernen und auch etwas von uns weitergeben. Die anderen Jugendgruppen bestanden unter anderem aus russischen, türkischen und auch assyrischen Jugendlichen.

Später, nach dem Programm, stieß der letzte JRKler Mathias zu uns, nun waren wir alle da und vertraten nun zu viert unseren Verband.

Der Samstag startete, nach dem Frühstuck, mit einem Erlebnispädagogikspiel. Uns leitete das „Outdoor Team Challange“-Team aus Köln in ein Wup und in das eigentliche Spiel ein. Wir sollten die „Zahlen-Schatzsuche durch Bonn“ machen, wozu wir in Gruppen eingeteilt wurden. Damit man sich besser kennen lernte, durfte aus jeder Organisation nur einer in der Gruppe vertreten sein. Wir JRKler wurden in den Gruppen mit einem „Hurra, ein JRKler, dann kann uns ja nicht viel passieren!“, begrüßt.

Der Weg führte uns in den Wald, an die verschiedensten Stellen, wo uns das GPS-Gerät hinführte. Nach langem Suchen, hatten wir fast alle Ziele gefunden und schließlich auch den Weg in die Jugendherberge zurück. Kurz vor dem Essen konnten wir dann mithilfe der Zahlen den Tresor öffnen und kamen dann mit etwas Verspätung zum Mittagstisch mit anschließender wohlverdienter Pause.

Am Nachmittag zeigte uns Susanne ein paar Eindrücke in die Theaterpädagogik, welche auch Spaß machten, da es ein etwas anders Wup war, als wir JRKler aus unseren Seminaren gewohnt sind. Weil wir vier schon alle Gruppenleiter sind, wurde der darauf folgende Workshop von der BDKJ aus Köln über die „Einführung ins Projektmanagement“ ein bisschen langweilig, was aber für alle anderen auch der Fall war. Noch vor dem Abendessen gingen wir ins „Open Space“ über, wo wir Ideen, Anregungen und Fragen für den Sonntag überlegten.

Nach dem Essen hatten wir die Möglichkeit mit Susanne Feuer zu spucken. Des Weiteren hatte sie einen Feuerstab und Feuerkugeln an Ketten dabei, die ebenfalls zur Verfügung standen. Nach diesem Highlight konnten wir noch mit Corinna kreativ werden, oder mit der Assyrischen Jugend Tänze lernen. Später wurde noch eine kleine Halloweenfeier gemacht und dann klang der Abend im Kaminzimmer aus.

Nachdem wir eine Stunde länger als sonst schlafen konnten, stellten wir am Morgen dann konkret und intensiv unsere JRK-Arbeit vor. Anka und Nadine berichteten über die Vielfältigkeit des JRKs. Vom Schulsanitätsdienst über „Puppe Paul“ und der Notfalldarstellung bis hin zu Ferienfreizeiten, gaben die beiden Input und erläuterten noch kurz unseren Weg durch die Organisation und Gruppenleiter-Ausbildung. Wir stellten fest, dass das JRK, da es „neutral“ ist, in vielen Themen der anderen zwar nicht direkt mitwirken, aber dennoch die anderen Verbände unterstützen kann. Die anderen Verbände haben nicht so eine GL-Ausbildung, wie wir sie kennen. Sie arbeiten oft nur direkt mit dem jeweiligen Bundesverband zusammen, jedoch haben sie zum Teil auch die wöchentlichen Gruppenstunden, wie wir sie kennen.

Als auch die anderen mit ihren Vorstellungen durch waren, stellten Anka und Christiane, in Rücksprache mit Irene, das „Interkulturelle Camp“ vor, welches wir im nächsten Herbst durchführen wollen. Mathias kümmerte sich um die Kontaktdaten aller Teilnehmer, um die Netzwerkarbeit verbessern und ausweiten zu können. In der Zwischenzeit gaben Nadine und Tobias ihre schlauen Kommentare zu den Themen „JuLeiCa“ und „Fortbildungen in den Netzwerken“ ab.

Am Ende hatten wir für das Camp eine Anzahl Interessierte und deren Vereine, die Anregungen und Anfragen hatten. Auch bei den anderen Gruppen ist vieles klarer geworden, und so setzte sich der Gedanke „Wir sollten weiter als Netzwerk mehr zusammen arbeiten!“ mal wieder durch. Mit einem „Hoffentlich sieht man sich beim nächsten Netzwerktreffen wieder!“, verabschiedeten sich die JRKler dann, nach dem Mittagessen, aus Bonn und machten sich, mit vielen Anregungen und Ideen, auf den Weg nach Hause.

Wir waren in der Hoffnung gekommen, dass wir nachher mehr mit anderen Verbänden zusammen arbeiten können und möglichst viele „Neue Welten“ kennen lernen, nun fuhren wir wirklich mit neuen Ideen und Kontakten nach Hause.

Nadine Behrensmeier