JRK Ferien – „Egal was kommt…

…, “es wird gut sowieso“…

 

Getreu dem Songtext von Marc Forster sind Katharina, Janine und ich im letzten Jahr mit einem vielseitigen Reiseangebot, einer neuen Homepage, eigenen JRK Ferien Social Media Kanälen und einem frischen Corporate Design in die Saison 2020 der JRK Ferien gestartet. Unsere neuen Flyer haben wir in den für unsere Zielgruppe relevanten Stadtteilen und Geschäften verteilt, Infoemails sind an unsere Bestandskunden verschickt worden, wir waren auf Messen präsent und vieles mehr.

 

Und dann kam „Corona“.

 

Die Ausbreitung des Virus und die damit einhergehenden Maßnahmen haben unsere Arbeit als Jugendverband in vielen Bereichen stark eingeschränkt. Vor allem im Bereich der JRK Ferien, der in einem hohen Maß von ((bundes) länderübergreifender) Mobilität lebt, war sehr lange unklar wie es weitergehen wird. Die zaghaften Öffnungen und Rahmenbedingungen seitens der Politik hin zu einer „Normalität mit dem Virus“ ließen im Bereich der JRK Ferien von Woche zu Woche konkretere Planungen zu. Kurz vor Beginn der Sommerferien wussten wir, welche Reisen stattfinden können und passten dementsprechend das Reiseformat und die Rahmenbedingungen vor Ort an die geltenden Vorschriften an.

 

…“Auch wenn’s grad nicht so läuft wie gewohnt Egal, es wir gut, sowieso“…

 

Im Sommer haben 4 Reisen mit insgesamt 49 Teilnehmer*innen und 12 Ferienbetreuer*innen stattgefunden. Zwei Kinderreisen führten in unser schönes „Haus des Jugendrotkreuzes“ in die Eifel. Dass wir in dieser besonderen Zeit Dank eines weiteren sehr engagierten Teams auch eine Handicap Reise stattfinden lassen konnten, war sehr erfreulich. Schlussendlich ging es zum Ende der Sommerferien doch nochmal über die Ländergrenzen hinaus nach Norwegen. Hier konnten die Teilnehmenden unbeschwerte Tage in der freien Wildnis erleben.

Trotz der Widrigkeiten haben wir den Kindern und Jugendlichen im kleinen Rahmen eine Normalität in den Sommerferien bieten können, die sowohl von den Eltern als auch von den Kindern nach langer Zeit des „Home Schoolings „und „Social Distancing“ sehnlichst herbeigewünscht worden ist. Das Feedback der Teilnehmer*innen als auch der Eltern ist trotz der ungewöhnlichen Reiseumstände durchweg positiv ausgefallen.

 

Unter „normalen Umständen“ ist die Zeit nach dem Sommer die Phase der Planung für das kommende Jahr, der Auswahl der Häuser, des Programmes, der Transportmittel etc…

Tatsächlich ist dieses Jahr aber unter vielerlei Aspekten „anders“. Sowohl Katharina als auch Janine sind nicht mehr Teil des JRK Ferien Teams. Katharinas Vertrag konnte nicht verlängert werden und Janines Vertrag ist auf Grund von Corona und der damit einhergehenden Änderungen für den JRK Ferien Bereich beendet worden.

Die Veränderungen, die nun für die Zukunft anstehen, sehen im Wesentlichen eine Einstellung des JRK Ferien Bereiches in der altbekannten Form vor. Die Entscheidung ist vor allem auf den stetigen Rückgang der Teilnehmer*innen Zahlen zurückzuführen und den damit verbundenen finanziellen Herausforderungen.

Das alles hat uns alle aus dem JRK Team sehr getroffen. Der Bereich der Ferienfreizeiten hat eine lange Tradition und ist geprägt von vielen Erinnerungen.

 

Wir wären nicht das Jugendrotkreuz, wenn in unserem Kopf nicht schon viele andere Ideen herumschwirren würden, wie es zukünftig weitergehen kann. 

Der freie Austausch und die Mobilität junger Menschen außerhalb des schulischen Umfeldes und „über Grenzen hinweg“ sind hohe Güter, die wir innerhalb der Jugendverbandsarbeit weiterhin leben und fördern wollen. Programme in einem geschützten Rahmen zu gestalten, die für „Jedermann“ zugänglich sind, sehen wir als unsere Aufgabe an.

Auch den Bereich der Schulungen und Fortbildungen für Ferienbetreuer*innen bzw. Teamer*innen wollen wir nicht aufgeben, da z.B. auch DRK Kreisverbände und Ortsvereine Ferienangebote planen und hierfür auf Ehrenamtler*innen, die eine entsprechende Schulung durchlaufen haben, angewiesen sind.

Seid also gespannt, was wir für das kommendes Jahr planen werden. Eines kann ich euch jetzt schon sagen: Wir werden auch 2021 zusammen unterwegs sein.