JRK Spielmobil geht erfolgreich an den Start

Duisburg, 30.03.2016. Das neue JRK Spielmobil vom Jugendrotkreuz im Landesverband Nordrhein ist fertig ausgestattet und hatte bereits seinen ersten erfolgreichen Einsatz. In der Flüchtlingsunterkunft in Duisburg-Neumühl, in der die DRK-BsE die professionelle Sozialbetreuung der Flüchtlinge gewährleistet, wurde das neue Spielmobil am Donnerstag schon sehnsüchtig von fast 50 Flüchtlingskindern und ihren Familien erwartet.

Das JRK Spielmobil ist ein Projekt des Jugendrotkreuzes im DRK Landesverband Nordrhein e.V., das bislang vollständig aus Eigenmitteln finanziert wird. Der Wagen war ursprünglich als Body & Grips Mobil zur Gesundheitsprävention z.B. an Schulen in Nordrhein unterwegs. Da die Stationen zuletzt aber nicht mehr aktuell waren, bekam der Bus ein neues Design und wurde mit Spielmaterialien bestückt.
Bei den Spielmaterialien handelt es sich größtenteils um Outdoorspiele, die ohne großen Aufwand und ohne viel Erklärung aufgebaut und angeleitet werden können (z.B. Pedalos, Stelzen, Springseile, Trommeln, ein Schwungtuch, ein Trampolin).

Das Spielmobil soll sowohl für Kreisverbände und Ortsvereine, als auch für Teamer und Teamerinnen auf Landesverbandsebene ausleihbar sein. Die Ausleihe ist kostenlos und wird über das Jugendrotkreuz im LV finanziert und koordiniert. Ein Sponsoring durch z.B. externe Unternehmen wäre jedoch längerfristig wünschenswert. Das Spielmobil kann für Straßenfeste, Stadtfeste oder Aktionstage ausgeliehen werden. Es soll aber vor allem dazu genutzt werden, in den Flüchtlingsunterkünften des Landesverbandes und der Kreisverbände Spielenachmittage für schutzsuchende Kinder und Jugendliche anzubieten. Damit soll zum einen der Alltag der jungen Menschen in den Unterkünften angenehmer gestaltet werden, zum anderen soll mit Hilfe des Spielmobils auch über weitergehende  Angebote des Jugendrotkreuzes informiert und geflüchtete Kinder und Jugendliche langfristig für den Verband begeistert werden.

Die in der Flüchtlingsunterkunft in Duisburg-Neumühl betreuten Flüchtlingskinder waren jedenfalls begeistert und spielten den ganzen Nachmittag auf dem Innenhof der Unterkunft die verschiedensten Spiele. In der Unterkunft können bis zu 800 Flüchtlinge aufgenommen und betreut werden. In Spitzenzeiten setzt die Betreuungsgesellschaft soziale Einrichtungen des DRK Landesverband-Nordrhein (DRK-BsE) bis zu 55 Sozialbetreuer ein, die insgesamt 35 Sprachen sprechen. So wird sichergestellt, dass die umfangreichen Angebote vor Ort wie z.B. ein Frauencafe, eine Bücherei, ein Kindergarten oder der neu eingerichtete Sportraum auch entsprechend kommuniziert werden können. Durch das große Engagement von Ehrenamtlern ist es zudem möglich, mit täglich stattfindenden Deutschkursen einen ersten Schritt in Richtung Integration zu ermöglichen.