Liebe, Lust und Leidenschaft in der Eifel

Ein winterliches Seminarwochenende mit einer Menge Erkenntnisgewinn rund um die Themen Liebe, Lust und Leidenschaft - und auch den negativen Randerscheinungen, die damit unter Umständen verbunden sein können...


Nach einem recht kalten Winter ging es wieder in das wunderschöne HdJ im schönen Bad Münstereifel. Nachdem die meisten aufgrund von „Schneestürmen“ verspätet eintrafen, begann das Seminar mit „der Neuen“, David, Ute und Kim ein bisschen später als geplant. Wiebke „die Neue“ klärte mit uns erst einmal die organisatorischen Sachen, wie z.B. wer schreibt den Internetbericht, wer macht die Eifelbar, wer macht die Getränkekostenabrechnung etc.

Jetzt ging es los. Wie auf allen Seminaren mit einem Kennenlernenspiel *Überraschung*. Namen + Bewegung nach dem Prinzip des bekannten Spiels „Ich packe mein Koffer“ waren nicht immer so leicht zu behalten…

Der 1. Themenblock fing an mit dem Aufbau der Vorurteilsmauer gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe, Berührungsängsten gegenüber HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Nun sollte jeder für sich den Begriff „Liebe“ definieren und das dann dem Plenum vorstellen. Als Abendaktion sollte jeder seine/n Traumfrau/-mann kreativ gestalten. Die Ergebnisse wurde in einer Art Vernissage ausgestellt und mit einem Gläschen Sekt darauf angestoßen. In gemütlicher Stimmung wurden dann noch die „Ein Herz für…“-PartnerInnen gezogen. Bei diesem Spiel zieht man eine Person, der man im Laufe des Wochenendes drei Mal was Gutes tun muss. Den Rest des Tages haben wir in der Eifelbar ausklingen lassen.

Tag 2: Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es mit einem WUP los. Nun sind wir mit großen Schritten in den Themenblock „Zahlen – Daten – Fakten“ eingetreten und haben zum Aufwachen nach einer langen Nacht u.a. gleich mit einem kleinen Denkspiel begonnen. Wir sollten aus vorgegebenen Wörtern einen Satz zum Thema sexuell übertragbare Krankheiten zusammenstellen. Anschließend haben wir uns in Kleingruppen genauer mit den sexuell übertragbaren auseinandergesetzt, deren Ergebnisse später dem Rest der Gruppe vorgestellt wurde. Danach sollten wir gewisse Handlungen (sich küssen, aus einem Glas trinken, miteinander schlafen), die auf Bildern dargestellt waren, einer Risikoskala zuordnen. Vor dem Mittagessen gabs noch eine Aufgabe: Bei dieser Aufgabe bekam jede Dreier-Gruppe ein Bild von einer Person, die sich mit einer sexuell übertragbare Krankheit infiziert hatte. Wir sollten uns jetzt ausdenken, wie sich diese Person infiziert haben könnte. Mit dieser Aufgabe wurden wir auf das Mittagessen losgelassen.

Nach einer erholsamen Mittagspause gab es ein lustiges WUP namens Kondomstaffellauf. In Form eines Staffellaufes mussten wir Fragen vom anderen Ende des Raums holen und diese beantworten. Danach wurden wir nach Geschlechtern sortiert. In diesen Gruppen haben wir ein Memory mit Verhütungsmitteln gespielt. Anschließend wurden uns alle Verhütungsmittel des Memorys noch einmal erklärt und noch offene Fragen wurden beantwortet.

Nun hatte jeder das Vergnügen, einmal ein Kondom über eine Holzattrappe zu ziehen. Dann sollten wir uns in Zweier-Gruppen zusammen finden und eine Werbung für unseren „Star das Kondom“ ausdenken, das nachher in Form einer Show dem Publikum vorgestellt wurde. Eine Werbung war z.B.: „Würdest du denn ohne Schutz in Feuchtgebiete gehen? Dann zieh deinem kleinem Freund eine Kapuze über“.

Danach haben wir noch ein Spiel namens „Was für ein Verhütungsmittel bin ich“ gespielt. Was dem Spiel "wer bin ich" ähnelt. Nur das es mit Verhütungsmitteln und nicht mit Gesichtern gespielt wurde. Nach diesem Spiel sollten die Mädchen einen Jungenabend vorbereiten und die Jungen einen Mädchenabend.

Um 20:00 Uhr haben dann die Jungen mit ihrem Mädchenabend begonnen. Die Mädchen wurden in einem romantisch-geschmückten Raum eingeladen, um Tee zu trinken, sich zu unterhalten und/oder sich massieren zu lassen, wenn sie es wollten. Nebenbei bestand die Möglichkeit für jeweils drei Mädchen, ein Spiel gegen die Jungs zu spielen, bei dem sie auf die „geschützten“ Jungs draufhauen konnten.

Nachdem die Jungs das überstanden hatten, wurden sie von den Mädchen in der Turnhalle geschickt. Erst hieß es, „die Mädels machen jetzt einen Beauty-Abend für Jungs u.a. mit Kaltwachs die Beine enthaaren etc.“  Es stellte sich zum Glück heraus, dass das nur ein Scherz war. Die Jungs mussten durch ein paar Wettbewerbe durch, bevor sie ihren jeweiligen Frauen - wie bei einer bekannten Stand-up Comedy - Kommandos geben durften. Ausgelassen und mit viel Spaß wurde danach mit DJ Marcel die Eifelbar gerockt.

Eine müde Truppe erwachte Sonntagmorgen nach dem ersten WUP und sammelte ihre letzten Energien und Ideen für eine Umsetzung der Thematik in der Gruppenstunde.

Nun, nachdem wir uns jetzt ausgepowert hatten mussten wir uns erst einmal beim Mittagessen stärken. Nach der Mittagspause haben wir noch die Seminargetränke abgerechnet, aufgeräumt, die Seminarauswertung gemacht und das Spiel „Ein Herz für ……“ aufgelöst.

Nachdem wir unsere Vorurteilsmauer durchbrechen konnten und sie alle überwunden haben, gab es ein herzliches „Auf Wiedersehen“. Mal wieder waren wir alle der Meinung, dass die Wochenenden im HdJ die besten und leider auch die kürzesten sind. Mit dem Gedanke an die kommenden Seminare verließen wir die Eifel mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Abschließend möchte ich in Namen der ganzen Gruppe noch den Teamern Wiebke Weidmann, Ute Weißmantel, Kim Siebgens und David Vassallo danken und natürlich dem JRK Landesverband Nordrhein, ohne den es solche Wochenenden gar nicht gäbe.

Einen herzlichen Dank
Mathias Farysch

Bilder vom Wochenende gibt's im Fotoalbum.