Pfingsttreffen 2013

Unter dem Motto „Lost – Die Pfingst-Insel-Edition“ strandeten Mitte Mai viele große und kleine Piraten in Bad Münstereifel.


Bei dem Nebel, der an diesem Freitag herrschte, war es kein Wunder, dass die Schiffe zahlreicher JRKler vor den Riffen der Pfingstinsel zerschellten. Die zahlreichen Freibeuter konnten sich aber glücklicherweise an den Strand retten, wo sie von den Ureinwohnern willkommen geheißen wurden.

Schnell waren die von den Einwohnern gebauten Hütten bezogen und eine Stärkung zu sich genommen, da wurden die Neuankömmlinge von den Ureinwohnern auch schon offiziell auf der Pfingstinsel begrüßt. Die Ureinwohner berichteten in kleinen Geschichten, mit tatkräftiger schauspielerischer Unterstützung der neuen Einwohner, wie sie sich nach ihrem Schiffbruch, damals auf der Insel eingerichtet hatten.

Durch ihre Isolation hatten sich zudem etwas andere Umgangsformen ergeben, die schnell von den neuen Bewohnern übernommen wurden. Dazu gehörte auch der Insel Shanti, ein munteres Piratenlied das zum Schunkeln und mitsingen einlud, und noch oft am Wochenende zu hören war. Nach der Begrüßungszeremonie entspannten sich alle gemeinsam am Lagerfeuer und dem zur Bar umfunktionierten Bug der „RMS Snickers“.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Wissensweitergabe der Ureinwohner an die Neuankömmlinge. Die zahlreichen kleinen und großen Freibeuter teilten sich dazu in kleine Gruppen auf, die dann die verschiedenen Workshop-Angebote wahrnahmen. So wurde die Wasserversorgung der Insel ausgebessert, ein Piratentanz einstudiert, Voodoo Puppen gebastelt und vieles mehr an kreativen Angeboten wahrgenommen.

In der Mittagspause ließ sich sogar die Sonne blicken und so konnten sich die Freibeuter im Wasser oder auf der inseleigenen Rutsche vergnügen. Zusätzlich boten einige Ureinwohner noch weitere Inselspiele und Bastelangebote an. Nach der Mittagspause teilten sich dann alle wieder auf und die letzten zwei Runden der Workshop-Angebote begannen. So versiegelte noch manch einer seine Flaschenpost mit Wachs, in der Hoffnung, dass irgendjemand sie finden würde. Andere versuchten sich im Feuermachen.

Am Abend versammelten sich dann alle, um sich am reichhaltigen Nahrungsangebot vom Grill satt zu essen. Zu den von der Inselkombüse vorbereiteten Nahrungsmitteln gesellten sich obendrein noch Gurkenschiffchen mit Inseldipp, sowie essbare Miniaturschiffe aus allerlei Süßkram zum Nachtisch, die vorab in liebevoller Kleinarbeit von den Freibeutern angerichtet worden waren.

Nach dem Essen begaben sich die Freibeuter auf eine gruselige Suche nach dem Geheimnis der Insl, denn die Ureinwohner hatten Hinweise auf bereits vorher auf der Insel lebende Einwohner gefunden. Und so mussten die Freibeuter ein unterirdisches Tunnellabyrinth durchtauchen, sich blind orientieren und den gruseligen, von Geistern heimgesuchten Urwald durchqueren. Als letzte Herausforderung mussten sie sich dem schrecklichen Seemonster stellen und bekamen als Belohnung einen Teil seines Schatzes.

Danach begab sich manch einer in seine Hütte um sich in seiner Koje für den nächsten Tag auszuruhen. Man fand aber auch einige Freibeuter am Feuer oder bei Gesang und Musik in der Inselbar.

Nach einer ruhigen Nacht starteten dann alle in den Nationalfeiertag, den Tag der Strandung der Eingeborenen. Diese hatten außerdem beschlossen, den Gestrandeten bei ihrer Flucht von der Insel zu helfen. Dazu begab sich die ganze Meute ins Tal und lief zwischen den einzelnen Ureinwohnern hin und her, um sich die benötigten Vorräte zu beschaffen oder sich den ein oder anderen Gefallen erweisen zu lassen. Sehr zum Erstaunen der zahlreichen „Stadt-Geister“, die geschäftig ihren täglichen Geschäften nachgingen, wurde gespielt gesungen und gerätselt. Das Ergebnis der Bemühung war ein Schiffsbauplan des Kapitäns für den nächsten Tag.

Erschöpft fanden sich am Abend alle wieder im Hüttendorf ein und stärkten sich an einem kräftigenden Eintopf. Doch lange konnten sie sich nicht ausruhen, denn das fleißige Feiertagskomitee hatte eine spannende Feiertagszeremonie vorbereitet. Sie erzählten und spielten den Wettstreit um den Platz als Thronfolger für den berüchtigten Piratenkönig „Puma D. Ace“ nach.

Bei diesem Wettstreit waren damals die Crews der vier Schiffe der Snickers, der Twix, der Mars und der Bounty auf der Pfingstinsel gestrandet. Die vier Teams wetteiferten gegeneinander im Schiffe versenken, Schildkrötenreiten und Territorien erobern. Zudem mussten sie die Fragen des Orakels richtig beantworten um ihren Kapitänen den Zugang zur Schatzinsel zu eröffnen. Dabei entbrannte ein Streit unter den Kapitänen um die heiß begehrte Schriftrolle. Der Streit wurde friedlich beendet, indem man einen neuen Kapitän für sämtliche Crews wählte. Beim Lesen der Schriftrolle stellte sich dann heraus, dass der ganze Wettstreit eine Falle des Piratenkönigs war und man nun gemeinsam auf der Pirateninsel festsaß.

Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen des Aufbruches. Zusammen wurde ein großes Schiff gezimmert und bemalt, welches die gestrandeten JRKler nach Hause bringen sollte. Bei der Gestaltung der Schiffswände, wurde sich nochmal kreativ ausgetobt. Und pünktlich nach dem Mittagsessen legte die JRKrake von der Pfingstinsel ab mit Kurs auf das weite Meer. Die Ureinwohner blieben singend und winkend am Ufer zurück. Niemand weiß warum, aber vielleicht hatten sie sich einfach zu gut an das Inselleben gewöhnt.

Auf dem Meer traf die JRKrake dann auf eine Armada motorisierter Schiffe, die die Piraten auf ihre einzelnen Heimatinseln bringen sollten. Und so verabschiedeten sich alle voneinander und verabredeten sich für das nächste Jahr, um einzutauchen in eine neue, spannende Abenteuerwelt im und um das HdJ.

Benedikt Orlob

Bilder vom Pfingsttreffen gibt's im Fotoalbum.