Pfingsttreffen 2014

Mittelalterliches Flair lockte am sonnigen Pfingstwochenende ins HdJ


Endlich war es wieder soweit, das Pfingsttreffen stand vor der Tür. Dieses Jahr lautete das Motto des der Veranstaltung „Mittelalter“. Die verschiedenen Ortsvereine wurden zur Krönungsfeier des neuen Königs eingeladen. Bevor die Hofdamen und die Ritter der einzelnen Ortsvereine sich auf den langen Weg nach Bad Münstereifel machen konnten, mussten sie schon die erste Aufgabe bewältigen. Jeder Hofstaat (Ortsverein) musste mit einem selbst gestalteten Wappen anreisen und diesen dann dem König und seinem Gefolge präsentieren, um sich beim Turnier anzumelden. Zu den treuen Gefährten des Königs gehörten zwei Hofdamen, die Prinzessin, der Prinz, der Priester, der Ritter, der Mundschenk, die Närrin und der Herold. Die Wappen wurden von jedem Hofstaat präsentiert, und deswegen stand der Teilnahme am Turnier zum Ehren der Krönung nichts mehr im Wege.

Die Gemächer wurden verteilt, und dem Hofstaat, der durch die lange Reise erschöpft war, einen freien Abend gewährt. Sie konnten schwimmen gehen, Fußball spielen, Volleyball spielen oder einfach mal die Seele baumeln lassen. Schon am nächsten Morgen hieß es um 8 Uhr frühstücken, denn für die große Krönungszeremonie musste noch Einiges vorbereitet werden. Dafür wurden Workshops eingerichtet. Hier war für jede Hofdame und auch jeden Ritter etwas dabei. Man konnte Kerzen gießen, Schwertkampf erlernen, Flaggen bemalen, Getränke brauen, Schmuck basteln, Haarreife knüpfen, Körbe flechten, Sketche erlernen, sein eigenes Würfelspiel bauen, die Tapferkeit testen und noch Vieles mehr.

So verging der Samstag im Flug. Abends war die große Krönungsfeier. Sämtliche Personen des Hofstaats versammelten sich, um den neuen König zu feiern. Doch es kam anders. Die Krone wurde gestohlen. Jeder im Hofe stellte seine Treue sofort unter Beweis, indem sie schworen, dem König die Krone wieder zurück zu bringen. Nun ging alles ganz schnell. Es wurden mehrere Gruppen zusammengestellt, die den Hinweisen des Diebes folgten. Eine Nachtwanderung begann. Auf diesem Weg begegnete man verschiedenen Personen, die einem immer mehr zur Lösung des Rätsels verhalfen oder neue Rätsel aufwarfen. Am Ende der Wanderung kam man zum Schluss, dass nur der Drache Dagobold die Krone gestohlen haben könnte. Nach dieser Erkenntnis rief der König seinen Hofstaat zum Ausruhen auf, damit sie am nächsten Tag alles daran setzen konnten, ihm die Krone zurück zu holen.

Am Sonntagmorgen begann das Frühstück um 9 Uhr, damit die Hofdamen und auch die Ritter sich von der nächtlichen Anstrengung erholen konnten. Motiviert ging die Suche nach der Krone weiter. Man hatte erfahren, dass der Drache Dagobald Zahnschmerzen hat und die Krone deswegen gestohlen hat, weil er dachte, es sei eine Zahnkrone. Um dem Drachen eine richtige Zahnkrone zu besorgen, damit der König seine wieder bekommen konnte, ging es ins Dorf Bad Münstereifel. Dort warteten weitere Hindernisse auf unsere tapferen Hofdamen und Ritter. Sie trafen auf einige Figuren wie den Narr, den Ritter, den Bader, der Prinzessin und noch einige mehr, wo sie weitere schwere Rätsel lösen mussten. Einigen der Figuren musste man bestimmte Gegenstände von anderen Figuren besorgen, bevor diese einem halfen, das Rätsel zu lösen. Andere wiederrum halfen einem ohne Gegenleistung. Mit viel Ausdauer und Teamwork schaffte man es, alle benötigten Gegenstände der Zahnkrone zu besorgen.

In der Erholungsphase konnten die Hofdamen und die Ritter ihre Freizeit wieder eigenständig gestalten.

Da nun alle Gegenstände der Zahnkrone erfolgreich zusammen gesucht wurden, konnte man sie nun beim Drachen gegen die richtige Krone ersetzten. Die Freude der zurück eroberten Krone war so groß, dass ein großes Grillfest gefeiert wurde. Auch die Landherren (Gruppenleiter/innen) wollten es sich nicht nehmen lassen und ihre Freude zum Ausdruck bringen, indem sie einen prachtvollen Jahrmarkt veranstalteten. Dort konnte man noch einmal unter Beweis stellen, dass man dem König würdig ist.

Nun war es Montag und der Krönung stand nichts mehr im Wege. Außer einer Kleinigkeit. Jede Hofdame und jeder Ritter wollte nun auf den Ehrenplätzen sitzen. Doch die Anzahl war begrenzt. Da aber jeder seine Tapferkeit und seine Treue mehrmals unter Beweis gestellt hatte, wollte der König nicht einfach Einige benennen. Und so kam es, dass ein Wettkampf ausgerufen wurde, bei dem die Gewinnergruppe den Ehrenplatz in Anspruch nehmen konnte. Es wurde gefochten, Wasser mit einer Kelle transportiert, den Narr unterhalten, eine Person über den Burggraben getragen und auch Tauziehen veranstaltet.

Schnell waren die Ehrenplätze vergeben und die Krönung konnte stattfinden. Endlich war es vollbracht. Das Königreich hat einen neuen König bekommen und kann nun seinen Hofstaat in noch schönere Zeiten führen.

Sein Hofstaat verabschiedete sich danach, denn auch sie haben Verpflichtungen gegenüber ihren Ländereien. Doch keiner ließ es sich nehmen, dem König noch einmal zu versichern, dass sie von Nah und Fern wieder kommen werden, sobald er sie wieder zum Pfingstlager riefe.

Kristina Schmidt

Bilder vom Pfingstwochenende findet ihr im Fotoalbum.