Schulsanitag - Treffen der Sieger 2011

Spaß und Wettbewerb beim Treffen der Sieger - die besten SSD-Gruppen aus den regionalen Wettbewerben trafen sich Anfang Juli im HdJ.


Es ist Samstag, der 2.Juli 2011, halb zwölf. Die fünf Schulsanis vom Gymnasium Lechenich, Laura, Sebastian, Jonas, Timm und ich, Johanna, und Herr Neugaertner treffen sich am Liblarer Bahnhof. In Bad Münstereifel angekommen wanderten wir quer durch den Wald bis zum Haus des Jugendrotkreuzes. Nach einer gefühlten Stunde sind wir dann endlich angekommen. 

Im Haus sagt man uns dann, dass wir nur hätten anrufen müssen um abgeholt zu werden. Dann wurde ein Gruppenfoto gemacht, welches am Ende auf unserer Teilnehmerurkunde war. Um zwei wurde uns der Ablauf und die Geschichte erklärt: In Absurdistan leben die Absurdis und das Ungeheuer Proll. Die Absurdis lebten friedlich doch das Ungeheuer Proll zerstörte den Boden und verlangte zudem ein Zehntel der Ernte, im Gegenzug bot er Schutz vor Feinden. Doch die Absurdis beschlossen, sich nicht mehr von Proll tyrannisieren zu lassen und sich selbst gegen Feinde zu verteidigen. Schnell war die Bürgerwehr „PMW (Proll Muss Weg)“ gegründet und es wurde ein riesiger Haufen mit Kürbissen, welche mit Tabasco und Chili gefüllt waren, aufgestellt. Als Proll diese aß bekam er unglaublichen Durst, weshalb er zum „Nassen See“ ging, was ein Erdbeben hervorrief, und trank soviel von dessen Wasser, dass der See beinahe vollständig verschwand. Doch Proll war immer noch durstig, darum wanderte er zum „Wilden Meer“, was natürlich nicht ohne ordentliche Verwüstung vonstatten ging. Schließlich fand Proll im Meer einen Platz um seinen Durst zu löschen, er hatte jedoch den hohen Salzgehalt des Meeres nicht bedacht, weshalb er ununterbrochen aufstoßen musste. Dank der dadurch entstehenden Gase veränderte sich das Klima und es zogen verheerende Stürme auf die Absurdistan heimsuchten. Proll versuchte an Land zu kommen, stellte sich dabei jedoch so ungeschickt an, dass er sich nicht von der Stelle bewegte. Durch seine Bewegung löste er Wasserbeben und riesige Flutwellen aus, die ganze Teile von Absurdistan überschwemmten. Danach war Proll so erschöpft, dass er sich auf den Grund des „Wilden Meeres“ zurückzog, wo er seitdem in komaähnlichem Schlaf ruht. 

Unsere Aufgabe bestand darin, den verletzten und geschwächten Absurdis zu helfen. Als nächstes bekamen wir eine Einweisung für den BOS-Funk (das ist ein Funkgerät, welches z.B. die Polizei und das Rote Kreuz benutzen). Uns wurde erklärt wie wir es zu benutzen haben und was man damit machen kann. Ein Beispiel dafür: „Äskulap Nordrhein 1/99/1 von Äskulap Nordrhein 1/99/15 kommen.“

Um 16 Uhr gab es Essen und um 17 Uhr ging der Wettbewerb dann los. Mit Karte, Informationszettel und BOS-Funkgerät bewaffnet starteten die Teams. Die Koordinaten wurden über Funk mitgeteil. Die Karte des erfunden Katastrophengebietes besaß nur einen Weg, der Rest bestand aus Wald. Insgesamt gab es 11 Stationen; sobald man an einer angekommen oder eine beendet hatte, musste man per Funk Bescheid sagen um neue Koordinaten zu erhalten.

Unsere erste Station war Station 8, während Timm und Laura eine am Steißbein verletzte Person behandelten, bauten wir einen Damm aus Sandsäcken um das fiktive Hochwasser einzudämmen. Dafür schippte Sebastian wie ein Weltmeister und Jonas, Herr Neugaertner und ich hielten die Gefrierbeutel auf – in jede Tüte mussten drei Schippen Sand. Wir schafften 60 Gefrierbeutel, der Rekord lag aber bei 168.

Unsere nächste Station war Nummer neun, dort mussten wir aus dem Wald fünf Naturmaterialien sammeln, die man im Notfall in der ersten Hilfe benutzen könnte. Zu diesen Materialien sollten wir zwei Vor- und Nachteile nennen. Als nächstes mussten wir bei Station zehn einen Brief an die Landesleitung schreiben in dem wir um Hilfsmaterial baten und Vorschläge machten, wie man die Klimasituation in Absurdistan zu verbessern.

Bei Station elf haben wir den Streit zweier absurdischen Frauen um Wasser versucht zu schlichten und Lösungen zu finden. Danach kam Station eins, an der vier Leuten die Augen verbunden wurden. Herr Neugaertner, Sebastian und ich mussten unter Timms Anleitung blind ein Zelt aufbauen, während Jonas unter Lauras Leitung eine Schnittwunde in der Hand versorgen musste.

Als nächstes kam Station zwei im Schwimmbad, dort mussten wir ein Rätsel lösen: Wie bekommt man eine Ziege, einen Wolf und einen Kohlkopf mit Hilfe eines Bootes in das Krisengebiet zu einem hungernden Einheimischen, ohne dass die Ziege und der Kohlkopf oder die Ziege und der Wolf alleine sind? Unsere Lösung war allerdings anders als eigentlich geplant, weshalb sich der Einheimische statt vor einem Wolf vor einem Kohlkopf erschreckte und in Ohnmacht fiel, dementsprechend war auch unsere Belustigung und unsere Verwirrung groß. Deshalb hat Timm, der Kohlkopf, sich nicht direkt um die Person gekümmert.

Den nächsten Fall sollte ich übernehmen, was ausgerechnet eine nur absurdisch sprechende Einheimische war, die sich bei dem Versuch Wasser abzukochen verbrannt hatte. Während Jonas und ich sie versorgten, mussten wir nebenbei auch Wasser abkochen. Für mich als „Küken“ vom Gymnasium Lechenich war das ein sehr interessanter allererster Fall. Die nächste Station war wie für uns (bzw. Jonas) gemacht, wir sollten nämlich zwei räuberische Einheimische durch tanzen ablenken, und da Jonas sowie so die ganze Zeit tanzen wollte, war das sehr lustig. Der eine Einheimische ist jedoch „rein zufällig“ umgeknickt und wir mussten den umgeknickten Fuß kühlen.

Station fünf war wieder im Haus, dort mussten wir eine von einer Kokosnuss getroffene Einheimische versorgen und ihrem Mann was zu essen machen – doch bevor der Mann essen durfte, musste erst Herr Neugaertner probieren, doch die Kokosnuss war schlecht. Wir hatten einen Kokosnusssaft und einen mit Peperoni, Duplo und Joghurt bestrichenen Zwieback gemacht.

Dann, bei Station 6, wurde ich von Sebastian im Rohlstuhl durch einen Parcours gefahren und Jonas von Laura und Timm querfeldein auf einer Trage getragen. Bei der letzten Station war ein Spinnennetz aufgebaut duch das wir hindurchklettern mussten. Dies war nicht sehr einfach, aber wir haben gut als Gruppe zusammengearbeitet.

Als letztes mussten wir aus den Zutaten (Honig, Zucker, Vanillinzucker, Pfeffer, Zitrone, Orange, eine Flasche Wasser, Rum- und Butter-Vanille-Aroma, eine Caprisonne mit Kirschgeschmack und rote Lebensmittelfarbe), von denen wir nach jeder Station eine bekommen hatten, einen Rot-Kreuz-Saft brauen um damit den gefährlichen „LANOC“- Erreger zu bekämpfen. Florian und Claus mussten alle „Getränke“ probieren.

 Um halb elf war damit der Wettkampf beendet. Um zwölf war dann Mitternachtsgrillen und Lagerfeuer. Da wir so lange wach waren, begann das Frühstück erst um neun. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Küche für die gute Versorgung danken. Um viertel nach zehn gab es dann eine Dreieckstuch-Schlacht mit anschließender Siegerehrung: „Und nun kommen wir zum ersten Platz, die Gruppe ist klein (mit sechs Leuten waren wir die kleinste Gruppe), laut (joa, kann man sagen) und frech (durchaus)“ Ok,wir könnten es theoretisch sein, aber praktisch war es eher unwahrscheinlich, da wir so ziemlich immer den Notruf vergessen hatten. „Und die Gewinner sind...Die Gruppe vom Gymnasium Lechenich!“ WAAASS?

Zum Abschluss möchte ich mich noch für die gute Organisation bedanken, ich glaube, alle hatten sehr viel Spaß, wir hatten ihn auf jeden Fall!

Johanna Bock

Bilder vom Schulsanitag findet ihr im Fotoalbum