Zertifiziert wegen der Menschlichkeit

Die Adolf-Kolping-Gemeinschaftshauptschule des Schulverbandes Nideggen/Heimbach wurde als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet

Fünf selbstbewusste SchülerInnen betraten am Montag, den 30. Mai 2011 gegen 10:00 Uhr den Großen Sitzungssaal, angeführt von ihrer Lehrerin Ulla Schumacher, die im Laufe der vergangenen Jahre beinahe alle Angebote des Jugendrotkreuzes an der Adolf-Kolping-Gemeinschaftshauptschule des Schulverbandes Nideggen/Heimbach etablierte.

Der Landesverband Nordrhein hatte zur feierlichen Zertifizierung „Humanitäre Schule“ in die Geschäftsstelle nach Düsseldorf geladen und wurde durch die Vize-Präsidentin Frau Dr. Christiane Staudte sowie die JRK-Landesleiterin Frau Elena Klein dem Anlass entsprechend repräsentiert. Neben Herrn Erler (Bürgermeister von Nideggen) und Frau Floit (stellvertretende Bürgermeisterin von Heimbach), vervollständigten Herr Silons (Rektor der Schule) und Herr Michael Zimmermann (JRK-Kreisleiter im KV Düren) die Gästeliste.

Frau Dr. Staudte und Elena Klein würdigten in ihren Grußworten das besondere Engagement der SchülerInnen für „mehr Menschlichkeit“ und „gesellschaftliches Miteinander“. Ulla Schumacher veranschaulichte im Rahmen ihrer im Anschluss stattgefundenen Präsentation noch einmal die Vielzahl der Schulprojekte (z.B. Schulsanitätsdienst), die durch die Zertifizierung zur „Humanitären Schule“ ebenfalls eine Honorierung erfuhren.

„Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die sich in besonderem Maße mit dem Thema Humanität befassen ...“, sprach Elena Klein und überreichte den stolzen SchülerInnen Urkunde und Schild, als äußeres sichtbares Zeichen, ab sofort einer „Humanitären Schule“ anzugehören.

Die Zertifizierungsfeier endete mit einem gemeinsamen Mittagessen im Düsseldorfer Rheinturm, wo man in 180 Meter Höhe aufgrund des tollen Wetters beinahe bis zur Adolf-Kolping-Gemeinschaftshauptschule hätte schauen können.

Kleiner Exkurs zum Verlauf des Projektes „Humanitäre Schule“:

Am Anfang wurde das Projekt „Humanitären Schule“ interessierten LehrerInnen auf einer eigens dafür entwickelten Weiterbildungsveranstaltung vorgestellt. Anschließend ließen sich interessierte SchülerInnen im Rahmen des Planspiels „Outface“ als „Humanitäre Scouts“ ausbilden. Die „Scouts“ führten dann gemeinsam mit den jeweiligen LehrerInnen „Outface“ an ihren Schulen durch.

In diesem Planspiel ist strategisches Denken und Verhandlungsgeschick gefragt. Die Jugendlichen müssen hier innerhalb von zwölf Unterrichtsstunden versuchen, einen Konflikt zwischen zwei fiktiven afrikanischen Staaten zu lösen. Dabei schlüpfen die SchülerInnen in verschiedene Rollen, z.B. als Vertreter der Konfliktparteien oder aber als UN-Delegierte.

Schließlich verpflichten sich diese Schulen dazu ein „Humanitäres Projekt“ zu initiieren, beispielsweise die finanzielle Unterstützung von Kindern in einem Krisengebiet.  Gekrönt wird das Gesamtprojekt letztlich mit der feierlichen Zertifizierung der jeweiligen Schule zur „Humanitären Schule“.

Hier findest Du weitere Informationen zum Projekt Humanitäre Schule.