Schüler*innen retten Leben: Multiplikator*innen-Schulung zur Laienreanimation
Am 01. Juli fand die Multiplikatorinnen-Schulung zur Laienreanimation „Schülerinnen retten Leben: Prüfen – Rufen – Drücken“ an der Schule an der Sieg in Eitorf statt. Rund 40 engagierte Lehrkräfte aus Nordrhein wurden hier fachlich sowie praktisch auf die kommende verpflichtende Verankerung der Laienreanimation im Lehrplan vorbereitet.
Ab dem kommenden Schuljahr (2026/27) wird das Thema Laienreanimation für alle 7. bis 9. Klassen in NRW verpflichtend. Das JRK Nordrhein steht in diesem Projekt Schulen in Nordrhein als Kooperationspartner zur Verfügung. Um die Lehrkräfte bestmöglich auf die Neuerung im Bildungsplan vorzubereiten fand nun die erste Multiplikator*innen-Schulung zu diesem Thema statt.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden fundierte Einblicke in die Bedeutung und Umsetzung des Themas: Elmar Kugel, Leiter der Geschäftsstelle Reanimation, erläuterte aktuelle Entwicklungen und betonte die Relevanz des Projekts. Dr. Rösing, Hausarzt in Eitorf, vermittelte medizinische Grundlagen und verdeutlichte, weshalb frühe Reanimationskompetenzen entscheidend sein können. Ergänzend stellte Leonie Emde, unsere Bildungsreferentin für Schulische Jugendbildung, pädagogische Ansätze und Materialien vor, die Lehrkräfte bei der Vermittlung und Umsertzung unterstützen.
Ein Schwerpunkt der Schulung war die Vorstellung des neuen Erlasses, der die verpflichtende Durchführung der Laienreanimation ab dem kommenden Schuljahr festlegt. Die Lehrkräfte erhielten Klarheit über Inhalte, Anforderungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht. Anschließend folgte eine intensive Praxisphase, in der die Teilnehmenden an Reanimationspuppen selbstständig üben konnten. Diese praktische Einheit bot die Gelegenheit, Sicherheit im Ablauf der Herzdruckmassage zu gewinnen und Fragen zur Handhabung der Materialien zu klären. Unterstützt wurden die Lehrkräfte dabei durch engagierte Schulsanitäter*innen und zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Rhein-Sieg-Kreis.
Darüber hinaus gab es ausreichend Zeit für Rückfragen, Anregungen und das Teilen von Unsicherheiten – sei es zur Unterrichtsgestaltung, zum Erlass oder zur Nutzung der Reanimationspuppen. Ein moderierter Austausch zu bereits bestehenden Formaten zeigte, wie Schulen das Thema heute schon angehen und welche Erfahrungen für die weitere Umsetzung besonders wertvoll sind.
Die Schulung hat eine wichtige Grundlage geschaffen, um Schülerinnen und Schüler künftig sicher und kompetent in der Laienreanimation zu begleiten und bildet einen zentralen Auftakt für die erfolgreiche Implementierung des Themas im Unterricht.
Wir wünschen allen Lehrkräfte viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung!
Ein besonderer Dank gilt der Schule an der Sieg für das Bereitstellen der Räumlichkeiten und der personellen Unterstützung. Ebenso möchten wir uns bei den ehrenamtlichen Helfenden aus dem DRK Rhein-Sieg für ihre Unterstützung bedanken.