Übungen aus Sicht der Verletzten mitgestalten

Vom 20.05. bis zum 22.05.2022 fand im Haus des Jugendrotkreuzes in Bad Münstereifel das Seminar für Notfalldarsteller*innen statt. Dabei lernten 12 Jugendrotkreuzler*innen die darstellerische Seite als Notfalldarsteller*innen bei Katastrophenschutzübungen kennen.

Auf dem Volleyballfeld hat sich eine kleine Krise ereignet: Luna ist mit einer Mitspielerin zusammengestoßen, und liegt jetzt mit schmerzverzerrtem Gesicht im warmen Sand - eine Scherbe hat sich in ihren Arm gebohrt. Auch ihrer Mitspielerin geht es nicht gut. Doch zum Glück ist Hilfe nicht weit, eine Gruppe unterstützungsbereiter JRKler*innen eilt herbei und kümmert sich um die Verletzten.

Bei der geschilderten Szene handelt es sich um keinen realen Unfall, sondern um eine Übung im Rahmen des Seminars "Notfalldarstellung Aufbaulehrgang: Modul Darstellen": Zur JRK-Fortbildung gehörten sowohl theoretische, als auch ziemlich praktische Inhalte: Die Teilnehmer*innen vertieften ihr Wissen im Bereich des Darstellens, lernten den Aufbau einer Übung kennen und erhielten Hinweise zum Verhalten und zur Kommunikation innerhalb der Notfalldarsteller*innen-Teams über Gesten und Gebärden - außerdem standen natürlich auch das Einüben und Durchsprechen von verschiedenen Krankheitsbildern, angepassten Symptomatiken bzw. Verhaltensweisen auf dem Plan.

"Das Tolle an meinem Engagement als Notfalldarsteller ist, dass ich Übungen mal nicht als Helfer, sondern als Verletzter mitgestalten kann", so Teilnehmer Niklas Rötzheim aus dem JRK Bornheim. "Nach Abschluss des Lehrgangs kann ich Einsatzkräfte nun noch deutlich besser unterstützen."

Auch Anna Lichtenthal (JRK Bornheim) freut sich darauf, die neu gewonnenen Kenntnisse bald einzusetzen: "Ich finde es spannend, künftig im Rahmen der Notfalldarstellung aufregende Szenarien mitzugestalten und mich dabei in verschiedene Rolle einzufinden. Dabei kann ich für mich und meinen Dienst beim Roten Kreuz sicher noch eine Menge mitnehmen."

Autoren: Annika Peters, Fabian Müller